Blockade

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Berlin Blockade

Die dunklen Wolken des Kalten Krieges zogen über Berlin auf. Noch rangen alle Mächte um eine gemeinsame Lösung. Als die drei Westalliierten ihre Zonen und ihre Sektoren zu wirtschaftlichen Einheiten zusammenschlossen, zog die Sowjetunion aus dem gemeinsamen Kontrollrat und der Kommandantur aus.

Allein die Flugsicherung und lange Zeit die Bewachung des Kriegsverbrechergefängnisses in Spandau erledigte man noch als „interalliierte“ Angelegenheit, eine gemeinsame Deutschlandpolitik schien nun nicht mehr möglich und vielleicht auch nötig.

Verschärfung der Situation
Die Situation verschärfte sich zudem, als am 20. Juni1948 in den drei westlichen Besatzungszonen eine neue Währung eingeführt wurde, sodass es keine einheitlichen Zahlungsmittel mehr in Gesamtdeutschland gab.

Die sowjetische Besatzungsmacht führte ihre Währungsreform in der SBZ und in Gesamt-Berlin durch. Nun führten die Westalliierten ihrerseits eine Währungsreform in den Westsektoren der Stadt durch.

Zwei Währungen standen sich gegenüber, „siegte“ die östliche, dann war Berlin für die Westalliierten verloren, „siegte“ die westliche Währung, dann musste auch die östliche Währung und mit ihr das gesamte System, zumal in einer offenen Stadt, ins Wanken geraten.

Blockade
Die Sowjets wussten um ihre Probleme und riegelten, zunächst durch „technische Störungen“ begründet, die Wasser- und Landwege nach Berlin ab und bestritten das Recht der Anwesenheit westalliierter Truppen in der alten Reichshauptstadt. Seit dem ersten August gab es keine Kohle- und Lebensmittellieferungen mehr.

„Die Luftbrücke“ war die Antwort der Franzosen, Amerikaner und Briten: Aus den Siegermächten wurden über Nacht „Schutzmächte“. Übrigens: Man war sich zunächst nicht klar, wie man auf die Blockade Berlins durch die Sowjetunion reagieren sollte. So diskutierte man ernsthaft den Einsatz von Atomwaffen oder die Herstellung des Zugangs nach Berlin durch einen militärischen Handstreich.

Rosinenbomber
Tag für Tag, Nacht für Nacht wurden nun Lebensmittel, Kohlen, Medikamente, ja ein ganzes Heizkraftwerk in die Stadt eingeflogen. Die Luftkorridore hatte man vertraglich abgesichert. 213.000 Flüge und 1,7 Millionen Tonnen Lebensmittel wurden in den elf Monaten der Blockade in die Stadt eingeflogen, alle neunzig Sekunden landete ein Flugzeug.

Doch lange ließ sich die Versorgung einer 2,5-Millionen-Stadt, trotz der enormen Widerstandskraft seiner Bewohner, aus der Luft nicht durchhalten. Man musste an den Verhandlungstisch zurück. In der Zwischenzeit war die gemeinsame Verwaltung der Stadt gescheitert, die westlichen Stadtverordneten tagten seit September 1948 im Schöneberger Rathaus.

Geteilte/gespaltene Stadt
Berlin hatte endgültig zwei Verwaltungen, war gespalten, aber immer noch offen, Straßenbahnen, Untergrundbahnen, S-Bahnen verkehrten weiterhin, auch wenn an den Sektorengrenzen Schaffnerwechsel vorgenommen wurden.

Im Jahre 1949 bildeten sich nacheinander die beiden deutschen Staaten, West-Berliner Abgeordnete erhielten kein volles Stimmrecht im Bundestag, durften nicht mitwählen. Ost-Berlin wird zur Hauptstadt der DDR erklärt. Von nun an driften die Wege der Stadt-„Teile“ immer stärker auseinander.

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