Public Relations

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Public Relations ist Managementaufgabe

Dietrich Schulze van Loon(li) ist Präsident der GPRA, Peter Strieder (re) Präsidiumsmitglied.

Dietrich Schulze van Loon ist die Kommunikation gleichsam in die Wiege gelegt worden, schon sein Vater war Präsident der GPRA, der Gesellschaft Public Relations Agenturen. Zu Peter Strieder, dem ehemaligen Berliner Stadtentwicklungssenator, der als Partner bei der Agentur „Pleon“ angeheuert hat, braucht man Berlinern nicht viel zu erzählen.

Die beiden PR-Profis versuchten, anlässlich eines bunten Kaleidoskops von Terminen rund um das Thema Kommunikation Anfang Oktober in der Bundeshauptstadt, das Bild der PR in der öffentlichen Meinung ein bisschen gerade zu rücken.

Und diese ist in der Tat, beispielsweise durch den aufgeflogenen Versuch einer für das Bundeswirtschaftsministerium tätigen Agentur, Redaktion und Anzeigengeschäft miteinander zu verkoppeln, in Misskredit geraten.


PR als Managementaufgabe
„Dabei ist PR heute eine Managementaufgabe, die zur Steigerung des Unternehmenswertes beiträgt“, erläuterte Schulze van Loon. Es gehe nicht nur darum, Unternehmen oder Menschen in Zeitungen und andere Medien zu platzieren, sondern Themen zu besetzen und diese an Zielgruppen zu transportieren. Die Medienberichterstattung sei nur ein Baustein unter vielen.

„Die Grenzen zum Lobbying sind in der Tat fließend“, ergänzte Peter Strieder, wobei er darauf hinwies, das dies ja nicht verwerflich sei, wenn Transparenz des Handelns, Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit als ethische Leitsätze in dieser Kommunikationssparte eingehalten würden.

„Woher sollen in der Verwaltung oder in Ministerien Handelnde wissen, was die Wirtschaft tut, wenn nicht durch direkte Kommunikation?“ fragte Strieder.

PR und Kreativität in Berlin
In der Bundeshauptstadt fokussierten sich die PR Agenturen nun ganz besonders, da der Regierungssitz Public Relations Agenturen besonders anziehe. Besonders die Kreativszene würde auch auf die Agenturen ausstrahlen. Allerdings arbeitet nur ein ganz kleiner Bruchteil der 60.000 Menschen, die in der Berliner Kreativwirtschaft tätig sind, in einer der Berliner GPRA Agenturen.

Dafür verfüge man über hoch motiviertes und gut ausgebildetes Personal meint Strieder, was mit dem riesigen Potential, was Berlin biete, zu tun habe. Während renommierte Werbeagenturen Berlin wieder verlassen hätten, würde das PR Geschäft blühen. Allein in diesem Jahr rechneten die Agenturen mit einem zehn bis 15prozentigen Umsatzwachstum.

Changeprozesse scheitern an mangelnder Kommunikation nach innen und außen
Schulze van Loon betonte die Vielseitigkeit der Themen, mit denen sich die PR Leute heute befassen müssten. Dazu gehörten beispielsweise Fragen des Erbschaftsteuerrechtes genauso wie Fragen der Stadtplanung oder gesellschaftlicher Trends und Entwicklungen.

Darüber hinaus entwickelten sich die Agenturen, die noch vor zehn bis fünfzehn Jahren dazu dienten, Presseartikel zu lancieren zu breiten Kommunikationsspezialisten. „Rund 60 bis 70 Prozent aller Changeprozesse in Unternehmen haben deshalb keinen Erfolg, weil die Kommunikation nicht stimmig ist“, erläuterten die PR-Spezialisten. Insofern seien die Tagessätze der PR Agenturen gut investiertes Geld.

Eine gewisse Starrköpfigkeit
„Was denn einen guten PR-Berater ausmacht?“ wollte berlin-magazin.info von Peter Strieder wissen: Eine gewisse Starrköpfigkeit und Hartnäckigkeit den Auftraggebern gegenüber, wenn wir nur machen, was diese wollen, dann können wir keine richtige Kommunikation betreiben. Wir müssen ständig unsere Konzepte verteidigen und sind zumeist nur im Bereich der Projektarbeit bei unseren Mandanten engagiert.“

Post Scriptum:
Ob übrigens die Einladung zu diesem Gespräch eine kommunikative Meisterleistung der beiden PR-Profis war, soll an dieser Stelle einmal offen bleiben. Allein unsere kleine Redaktion erhält täglich Einladungen zu etwa 200 Events, Pressegesprächen, Hintergrundgesprächen, Eröffnungen und mehr. Und in Berlin finden rund 1200 verschiedene Veranstaltungen pro Tag statt.

Da ist eine Einladung zu einem Pressegespräch von Freitag, 12 Uhr zu Montag 11.00 Uhr für viele Redaktionen nicht umsetzbar.

Kontakt: GPRA

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