Corona Isolation: 10 Tipps für Aktivitäten in der Krise

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Corona-Isolation in Berlin

10 Tipps für lohnende Aktivitäten während der Krise

Brett- und Geschicklichkeitsspiele sorgen in schwierigen Zeiten für Spaß und Abwechslung. (Foto: Berlin-Magazin.info)

Kein Treffen im Park, keine Feier bei Freunden, von Restaurant- oder Barbesuchen ganz zu schweigen: Die Corona-Krise schränkt unsere Aktivitäten massiv ein. Und die Gedanken kreisen in erster Linie um das, was wir im Moment nicht dürfen oder können.

Sinnvoller und hilfreicher ist es jedoch, die Chancen zu nutzen, die diese besonderen Umstände bieten. Auch weil etwas Ablenkung von der täglichen Nachrichtenlage gut ist für das eigene Wohlbefinden. Wir haben für Sie 10 Tipps zusammengestellt, wie Sie das Beste aus der außergewöhnlichen Situation machen.

1. Mensch ärgere dich nicht & Co.

Mühle, Dame, Halma, Mikado? Monopoly, Siedler oder Cluedo? Schach oder Go? Von Brett- und Geschicklichkeitsspielen, ob klassisch oder modern, geht eine eigenartige Faszination aus, die gerade in angespannten Zeiten gleichzeitig anregend und entspannend wirkt. Wahrscheinlich, dass in vielen Schränken, ziemlich weit unten, ein paar bunte Kartons schlummern, deren Inhalt Stunden angeregter Unterhaltung garantiert. Das geht im Familienkreis und auch mit Freunden online per Video-Verbindung (siehe unten) über beliebige Entfernungen.

Ach ja: Früher hat ein einfaches Kartenspiel, vielleicht verbunden mit geringen Einsätzen, für lange, spannende Abende gesorgt. Das kann es noch heute. So etwas haben Sie nicht im Haus? Ein Spielwarengeschäft in der Nähe wird das Gewünschte bestimmt sehr gerne liefern.

2. Fotos sortieren, Erinnerungen zelebrieren

Hand aufs Herz: Wer hat sie nicht, die ungezählten Erinnerungsfotos und Schnappschüsse, noch ganz analog in Kartons und Kuverts oder digital auf der Festplatte? Von Urlauben und Familienfeiern, von Kindern und Enkeln, Dokumentationen von Hobbies und Leidenschaften oder sogar ambitionierte fotografische Kunstwerke.

Jetzt ist die Zeit gekommen, um endlich etwas Ordnung in dieses Chaos zu bringen. Und dabei gleichzeitig Erinnerungen zu wecken an vergangene Zeiten und schöne Erlebnisse. Ganz ohne Hast. Das Resultat können Alben sein, womöglich versehen mit kurzen Texten, so dass auch spätere Generationen das Besondere dieser Fotos verstehen. Oder es sind Bücher, die sich heute auch von Laien online gestalten und für wenig Geld drucken lassen. Dann macht das Blättern in Erinnerungen später noch mehr Spaß.

3. Musik – selber machen

„Wenn ich mal Zeit und Ruhe habe, dann ...“ lerne ich ein bestimmtes Instrument zu spielen? Poliere ich frühere Fähigkeiten wieder auf? Arbeite ich mich in eine neue und aufregende Musikrichtung ein?

Wer Freude an der Musik hat, ein Instrument spielen kann oder immer schon mal lernen wollte, hat jetzt eine gute Gelegenheit dazu. Womöglich beginnt das damit, ein Instrument zu entstauben und mit Geduld und Liebe wieder zum Leben zu erwecken. Womöglich ist jetzt der Moment für eine kleine musikalische Anschaffung gekommen. Die wird auch in Zeiten der Isolation kontaktlos bis an die Haustür geliefert.

Ob Keyboard oder Querflöte, Gitarre oder Schlagzeug – eines ist sicher: Das Internet und insbesondere Youtube sorgen dafür, dass es an Anregungen, Erklärungen und guten Ratschlägen nicht mangeln wird.

4. Klamotten aussortieren, Platz schaffen

Apropos Ordnung: Kann es sein, dass in Kleiderschränken in der Wohnung und im Keller so einiges schlummert, was nicht mehr passt, nicht mehr gefällt oder schlicht nicht mehr gebraucht wird? Und einfach nur Platz wegnimmt? Worum man sich immer schon einmal kümmern wollte, nur bisher immer Wichtigeres zu tun hatte?

Jetzt ist die Gelegenheit günstig, die Fächer und Schubladen in Ruhe zu sichten und die Inhalte zu sortieren. Weggeworfen werden muss wahrscheinlich so gut wie nichts. Das eine oder andere Teil wird man verschenken können, womöglich an kreative Menschen als Grundlage – Stichwort Upcycling – für etwas ganz Neues. Dann sind da natürlich die Kleiderkammern, die gut erhaltene Kleidung an diejenigen weiterleiten, die sie brauchen. Und für den Rest gibt es kommerzielle Kleidersammelstellen, die zumindest helfen, Müll zu vermeiden. Viele Menschen meinen, dass eine solche Aktion nicht nur Platz schafft, sondern auch ungemein befreit.

5. Umgebung erkunden, fotografieren

Kontaktverbot bedeutet nicht Ausgangssperre. So sind zum Beispiel zumindest in Berlin Spaziergänge oder kleine Fahrradtouren alleine oder zu zweit erlaubt – und gut für Körper und Geist. Bereits ganz in der Nähe gibt es bestimmt stille Nebenstraßen und Viertel, die sich erkunden lassen, ohne dass man dabei auf viele Menschen trifft. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln dagegen sollte man im Moment nur fahren, wenn es gar nicht anders geht. Aber gegen einen Ausflug mit dem Auto, aus der Stadt heraus in ländliche Umgebung, ist wohl nichts einzuwenden.

Die Satelliten-Ansicht in Google Maps kann helfen, stille Gegenden jenseits der bekannten Ziele zu finden. Und wer Smartphone oder Kamera griffbereit hat, wird sicher interessante Motive festhalten können. Für später. Wenn dies alles nur noch eine Erinnerung ist.

6. Kindern Zeit schenken

Der moderne Alltag, jenseits der Krise, war vielfach von Hektik geprägt. Jetzt, in der Corona-Isolation, entstehen trotz Einengung kleine, ungewohnte Freiräume. Natürlich gibt es viel zu tun und zu bedenken. Aber die Gelegenheit ist auch günstig, sich für etwas gezielt Zeit zu nehmen. Für eine Stunde am Tag, vielleicht auch länger. Einen Gang runter zu schalten, den Alltag Alltag sein zu lassen – und den Kindern Zeit zu widmen. Gemeinsam spielen. Miteinander reden.

Das Außergewöhnliche der momentanen Situation sollte durchaus angesprochen und altersgerecht behandelt werden. Nicht regelmäßig und im Detail, sondern grundsätzlich und altersgerecht. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF hat hierfür nützliche Ratschläge zusammengestellt. Und dann kann sich das Gespräch auch wieder Themen zuwenden, die Kinder wirklich interessieren.

7. Anderen helfen

Die Krise und die mit ihr verbundenen Einschränkungen und Verwerfungen treffen unterschiedliche Menschen auf unterschiedliche Weise: Familien und Alleinstehende, Alte und Junge, Gesunde und Kranke, Menschen in sicheren Wohnverhältnissen und solche, die kein Zuhause haben.

Etablierte und neu ins Leben gerufene Organisationen versuchen zu helfen, so gut es geht. Und sind dabei für Unterstützung dankbar. Wer sich also engagieren kann und möchte, sollte bei einer lokalen Hilfsorganisation nachfragen, was benötigt wird. Eine kurze Internet-Suche nach „Corona Hilfe Berlin“ fördert auf Anhieb viele Möglichkeiten zutage.

8. Ab ins Museum – online

Keine Schlange an der Kasse, kein Gedränge vor den Meisterwerken: Viele weltberühmte Museen kann man heute virtuell erkunden, vor dem Bildschirm, in aller Ruhe. Dabei ist das virtuelle Angebot zum Teil so umfangreich, dass ein einziger Tag für einen umfassenden Besuch nicht ausreicht.

Hier eine kleine Liste von lohnenden Zielen:

Ein schier unermessliches Angebot umfasst die Plattform „Google Arts & Culture“, die Zugang zu rund 2000 Museen und Sammlungen bietet. Zum Teil können Besucher die Ausstellungen – wie von StreetView bekannt - virtuell durchlaufen.

Speziell auf das kulturelle Erbe Europas ausgerichtet ist die virtuelle Bibliothek Europeana, die mehrere Millionen Bild-, Text-, Ton- und Video-Dateien zugänglich macht.

9. Einfach mal wieder ein Buch lesen

So banal es klingen mag: Ein gutes Buch kann in diesen Tagen Trost sein und Inspiration, Ablenkung und Entspannung. Jetzt ist ein guter Moment, um das nachzuholen, was in der Hektik des normalen Alltags oft zu kurz gekommen ist.

Die Buchhandlungen müssen zwar geschlossen bleiben. Aber wie viele andere lokale Geschäfte, Restaurants und Dienstleister bringt sie die Krise in existentielle Nöte. Auf ihren Internetseiten bieten die meisten Buchhandlungen deshalb einen Bestellservice an und können das Gewünschte mehr oder minder über Nacht liefern. Das kann ein Buch sein oder ein Hörbuch, ein Film oder eine komplette Staffel einer guten Serie. Für einen selbst oder für jemanden, dem man etwas Gutes tun möchte.

10. Ein Video-Chat schafft Nähe

Was in Firmen schon lange zum Besprechungsalltag gehört, entdecken in Zeiten des Kontaktverbots immer mehr Internet-Nutzer als Ersatz für den Besuch in der realen Welt: Video-Chats. Beim ersten Mal mag dieses Bildtelefon mittels PC, Mac, Tablet oder Smartphone noch etwas gewöhnungsbedürftig sein. Aber daran hat man sich schnell gewöhnt.

Wer zuhause mit einer Flatrate unbegrenzt surft, trifft sich auch kostenlos virtuell mit Freunden und Bekannten – weltweit. Damit steht einer Begegnung mit den Enkeln oder Großeltern auch in Zeiten der Kontaktsperre nichts im Wege. Und da sich mehrere Teilnehmer zu einer Gruppe zusammenschalten lassen, ermöglicht der Video-Chat auch eine Klön-, Spiel- oder Pokerrunde im Freundeskreis.

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland hat hier eine verständliche Anleitung für Einsteiger zusammengestellt.


Kochen, reparieren, basteln: Diese Liste ließe sich noch weiter fortsetzen. Wer noch überlegt, wie sich diese Zeit am besten nutzen last, kann eine ganz persönliche Antwort mit dieser Frage finden: „Was werde ich, wenn der Alltag wieder eingekehrt ist, wünschen, dass ich es jetzt getan hätte?“

Die Berlin-Magazin.info-Redaktion wünscht Ihnen alles Gute.

Text: Thomas Reinert

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