Afrikanisch essen in Berlin

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Afrikanische Restaurants in Berlin

Orginal afrikanische Küche kann man auch in Berlin geniessen (Foto: Martin Schemm / pixelio)

Die Berliner Gastronomieszene ist bunt und vielfältig. Und es gibt in der Stadt unglaublich viele unterschiedliche Communities. „Afrika“ ist der Kontinent des 21. Jahrhunderts heißt es immer wieder. Es gibt eine große afrikanische Gemeinde in der deutschen Hauptstadt, die überwiegend im Wedding lebt. Doch auch andere Bezirke beheimaten Menschen, die aus Afrika stammen. Inzwischen hat sich eine interessante Szene afrikanischer Restaurants entwickelt, von denen berlin-magazin.info die besten vorstellt.

Viele dieser Lokale liegen nicht unbedingt in den gegehrten 1a Lagen, manche, die sehr traditionelle Speisen anbieten, findet man sogar in unscheinbaren Wohngegenden.

Zum Beispiel das Lalibela in Wilmersdorf: Keine Spur von trendigem Design ist hier zu finden. Stattdessen vermittelt die Einrichtung mit holzgetäfelten Wänden und alten Sofas familiäre Wohnzimmer-Atmosphäre und wohltuende Ruhe. Dabei steht mit Segede Demissie ein temperamentvoller, äthiopischer Musiker am Herd. Was immer er brutzelt – es kommt mit Injera auf den Teller bzw. die große runde Platte. Das Crêpe-ähnliche, weiche Fladenbrot aus säuerlichem Teig bildet nicht nur die Magen füllende Grundlage der äthiopischen Küche, es ersetzt auch Messer und Gabel.

Jeder, der vom großen Einheitsteller mitisst, reißt sich ein Stück ab und wickelt es mal um Doro-Wot – gekochtes Hühnerfleisch, mal um Lamm-Curry, scharfes Rinderragout, Karotten-, Kohl- oder Linseneintopf. Ebenso hält man es im Blue Nile, das mit seiner folkloristischeren Einrichtung samt Bast-Tischen und afrikanischen Paravents längst eine Institution in Berlin ist.

Dritter im Bund der Äthiopier ist das Bejte Ethiopia in Schöneberg, wo zudem an jedem Abend um 20 Uhr die traditionelle Kaffee-Zeremonie stattfindet.

Doch nicht genug, die äthiopisch-eritreische Küche bietet - ebenfalls in Schöneberg -  mit dem Asmarino in der Grunewaldstraße - eine weitere interessante Alternative. Madi, das Nationalgericht wird hier auf einer großen Platte serviert und man isst das Essen - ganz traditionell - mit den Händen.

Mit dem Savanna in der Sredzkistraße im Prenzlauer Berg hat ein afrikanisches Restaurant eröffnet, dessen Küche traditionelle Speisen des Kontinents bietet. Es stehen Gerichte wie Derho, geschmorte Hähnchenkeule in Berbersauce mit Knoblauch-Petersilienpesto und gekochtem Ei, Kandaka, Straußenfleischstreifen in Palm-Tomatensauce mit Kassavewurzeln, Kudu, Antilope oder vegetarische Gerichte wie afrikanischer Spinat in Erdnuss-Sauce oder Okraschoten in Tomaten-Berbersauce auf dem Speiseplan.

Ebenfalls im Prenzlauer Berg, das Cape Town Restaurant und Lounge, in der Schönfliesser Straße, das mit Gerichten wie Samosas: würzig, vegetarisch gefüllte Teigtaschen mit Dips oder Kohlrabi Carpaccio mit Mango - Curry - Senfdressing, gerösteten Mandeln und Pecorinokäse, oder Sosaties würzig marinierte Spieße von Strauß, Springbock und Hähnchenbrust mit Aprikosen und Ananas gebraten; dazu Salat und Dips zu überzeugen mag.

Natürlich kommt in Berlin auch der nordafrikanische Klassiker Couscous nicht zu kurz. Dafür sorgt zum Beispiel im gleichnamigen Restaurant der Besitzer Azizi Kaman, der einen unprätentiösen Holzpavillon nahe dem Amtsgericht in ein kleines Tunesien verwandelt hat. An den Wänden hängen Ölgemälde aus der Heimat, es riecht nach frischem Minztee, hinter dem Tresen werden Gemüse und Lammfleisch auf die gegarte Hirse geschichtet.

Die für das Nachbarland Marokko typische Tajine mit mariniertem Fisch oder Fleisch kann man sich derweil im Kasbah auf der Zunge zergehen lassen. Köstlich sind dort auch die Harira-Suppe mit Kirchererbsen, Tomaten und Datteln und der mit Zimt parfümierte Orangensalat.

Zur Begegnung mit dem südlichen Afrika lädt wiederum das Massai ein, wo neben der großen Mama Afrika-Reisplatte Straußenfleisch, Zebra sowie Springbock- und Krokodilschwanzfilets besonders exotische Akzente in der kulinarischen Landschaft der Spree-Metropole setzen. Um dergleichen zu probieren, braucht man natürlich eine gewisse Portion Mut.

Adressen:

Bejite-Ethiopia
Zietenstr. 8
Schöneberg
Tel.: 030 - 26 25 93 3
www.beijte-ethiopia.de

Blue Nile
Tempelhofer Ufer 6
Schöneberg
Tel.: 030 - 25 29 46 55

Couscous
Kantstr. 85a
Charlottenburg
täglich 12-23 Uhr

Kasbah
Gipsstr. 2
Mitte,
Tel.: 030 - 27 59 43 61
www.kasbah-berlin.de

Lalibela
Wegener Str. 6
Wilmersdorf
Tel.: 030 - 61 74 82 59
www.lalibela-restaurant.de

Massai
Lychener Str. 12
Prenzlauer Berg
Tel.: 030 - 48 62 55 95
www.massai-berlin.de

Langano (Äthiopisch)
Kohlfurter Straße 44
Kreuzberg
Tel.: 030 - 61 50 71 03
www.langanoberlin.de

Molokai
Grunewaldstraße 10
Schöneberg
Di-So ab 18.00 Uhr
Tel.: 030 - 23 60 77 87
www.pro-afrika.de

Abissinia Restaurant
Grunewaldstraße 82
Schöneberg
Mo-So.: 16 Uhr - Open End
Tel.: 030 - 74 68 40 00
www.abissinia-berlin.de

Savanna
Sredzkistraße 26
Prenzlauer Berg
täglich ab 16 Uhr
Küche bis 23 Uhr
Tel.: 030 - 44 31 86 21
www.savanna-berlin.de

Cape Town - Restaurant & Lounge
Schönfließer Straße 15
Prenzlauer Berg
Telefon: 030 - 40 05 76 58
So-Do 18-23 Uhr
Fr, Sa 18-24 Uhr
africa@mr-cook.com
www.capetown-restaurant.com

Baraka
Ägyptische, marokkanische und vegetarische Spezialitäten
Liefer-und-Abholservice
Lausitzer Platz 6
Kreuzberg
Tel.: 030 - 61 12 585
info@baraka-berlin.de
www.casa-baraka.de

Biladi (Sudanesisch)
Sudanesische Spezialitäten
 Proskauer Str. 30
Friedrichshain
Tel.: 0176 - 410 24 283

Glashaus
Afrikanische Küche
Hip-Hop, Rap, Reggae, Blues
Restaurant, Bar
Brüsseler Str.39
Wedding
Tel.: 0176 - 8000 2370

Maluma Dreams
Emmanuel Anani Akakpo
Torfstr. 16
Wedding
Tel.: 030 - 34 71 66 12
malumadreams@googlemail.com

Ya-Man
Caribbean Soul Food
Gotzkowskystrasse 17
Alt Moabit
Tel.: 030 - 39 80 89 17
info@ya-man.info
www.ya-man.info

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