Schwulenszene in Berlin Kreuzberg

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Auch die Schwulenszene in Kreuzberg ist inzwischen nicht mehr so alternativ wie noch vor einigen Jahren (Foto: York Berlin/c-c flickr.com)
Schwule Männer küssen sich

Die schwul-lesbische Szene in Kreuzberg hat sich lange als Gegenentwurf der Mitte-Szene inzeniert und sich bewusst alternativ gegeben. Wenn auch viele Alteingesesse auch in Kreuzberg die nicht übersehbaren Änderungen der Szene beklagen, so gibt es nach wie vor ein paar Fixsterne am schwulen Himmel von Kreuzberg.

Im flauschig schrägen Roses oder im Bierhimmel und einigen anderen Läden rund um die Oranienstraße ist man inzwischen mit der Zeit gegangen, die rauhe Hausbesetzerezeit ist längst passé. Auch hier ist die Szene eingezogen.

Der robuste Charme des immer rappelvollen Möbel Olfe ist der gelungene Gegenentwurf zum Mitte-Schick und Frauen finden im Schoko-Café die viel zitierte Kreuzberger Multi-Kulti-Atmo.

Clubgänger können sich nicht nur im Schwesterbezirks Friedrichshain austoben,
auch einige Partyreihen im Kreuzberger SO 36 gehören inzwischen mit zum außergewöhnlichsten, was das Berliner Nachtleben zu bieten hat.

Am Mehringdamm 61 ist einstweilen eines der für Berlin so typischen „dezentralen Schwulenzentren“ entstanden. Hier residiert die „Allgemeine Homosexuelle Arbeitsgemeinschaft“ (aha) und das Melitta Sundström zieht junges, studentisches Publikum an, das sich am Wochenende auch auf den Partys des darunter liegenden SchwuZ vergnügt.

Das „Queergebäude“ im Hof desselben Hauses wird von den Ausstellungs-, Archiv- und Depoträumen des Schwulen Museums beherrscht. Noch immer ist es in seiner Art einmalig in der Welt. Zwar gibt es auch anderen Orts geschichtlich interessierte Gruppen, Ausstellungen und Archive, doch das Schwule Museum ist seit 1985 kontinuierlich mit wissenschaftlicher Archivarbeit und jährlich mehreren Ausstellungen präsent, die auch international große Beachtung finden.

Nicht zuletzt durch den Ankauf einer größeren Kunstsammlung (Sternweiler Sammlung), der von staatlicher Seite unterstützt wurde, erfuhr das Museum eine erhebliche Aufwertung. Außerdem bietet die Arbeit des Schwulen Museums einen einmaligen Einblick in die reiche und wechselvolle schwule Geschichte Berlins.

Im Boiler sind Männer unter sich. Verschiedene Saunen bieten Entspannung bevor man sich im angrenzenden Cruisingbereich, den Partner für´s nächste Abenteuer suchen kann.

 

In Kreuzberg und auch anderswo mischen sich in vielen Locations inzwischen Hetero- und schwul-lesbisches Publikum. Das Rauschgold gegenüber vom Schwuz am Mehringdamm schwelgt in Gold, Kitsch und Glitzer. Legendär sind die Themenparties am Sonnabend, die anders als über die Woche - auch viele Heteros anzieht.

 

Szene am Schlesischen Tor

Auch am Schlesischen Tor und südlich davon ist nachts viel los. Nina Queers monatliche Irrenhouse Party im Comet Club ist seit langem eine Institution im schwulen Nachtleben.  Jenseits der Oberbaumbrücke zieht das Monster Ronson´s Ichiban Karaoke zumindest am Montag vor allem queeres Publikum ab, wenn es wieder heißt: Multisexual Boxhopping.  Im Culture Houze ist es direkter. Zur Naked Sex Party trifft man zu verschiedenen Fetisch Themen Heteros, genauso wie schwule -, lesbische - und bisexuelle Menschen.

 

Boiler
Mehringdamm 34
10961 Berlin Kreuzberg
Tel.:030 - 44008140
http://www.boiler-berlin.de/

Comet Club

Falckensteinstraße 47
10997 Berlin Kreuzberg
Tel.:030 - 44008140
https://www.facebook.com/pages/Comet-Club/257275101014325

 

Cultur Houze
Görlitzer Straße 71 
10997 Berlin Kreuzberg
Tel.:030 - 6 17 09 669
http://www.club-culture-houze.de/

Rauschgold
Mehringdamm 62
10961 Berlin Kreuzberg
Tel.:030 - 78 95 26 68

www.rauschgold-berlin.de

Möbel Olfe
Reichenberger Str. 177
Die-So ab 18 Uhr
Tel.: 030 - 23 27 46 90
www.moebel-olfe.de

Melitta Sundström
Mehringdamm 61
Tel.: 030 - 692 44 14
täglich ab 12 Uhr

Schwuz
Mehringdamm 61
Tel.: 030 - 62 90 88 0
www.schwuz.de

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