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19.11.19

Wenn das Abwasserrohr dicht macht

Abwasserrohre sind in Altbauten eine wohlbekannte Schwachstelle. Der lässt sich mit einfachen Hausmitteln erfolgreich zu Leibe rücken.

Altbauwohnungen wie hier in den Hackeschen Höfen haben Stil – und ihre kleinen Eigenarten. (Foto: suesun / pixabay).


Berlin ist bekannt für seine schönen Altbauten. Hohe Decken, große Fenster, dicke Wände, schöne Ornamente: Wer eine Wohnung zum Beispiel in einem Gründerzeit-Mietshaus in Prenzlauer Berg, Kreuzberg, Friedrichshain oder den Hackeschen Höfen sein Zuhause nennt, kann sich glücklich schätzen. Und weiß gleichzeitig, dass Altbauten so ihre kleinen Macken und Tücken haben. Wenn alte Fenster und Türen auch im geschlossenen Zustand gute Belüftung gewährleisten. Wenn Schalter und Kabel nicht mehr ganz dem neuesten Stand der Elektrotechnik entsprechen. Und wenn es beim Ablauf von Waschbecken, Badewanne oder WC heißt: Nichts geht mehr.

Abwasserrohre sind in Altbauten eine wohlbekannte Schwachstelle. Über die Jahrzehnte hat sich an den Innenwänden und insbesondere in den Biegungen der Rohre unweigerlich so einiges angesammelt. Da fehlt oft nicht viel, und der Abfluss ist – wieder mal – dicht.

Die gute Nachricht: Dem Problem lässt sich in der Regel mit einfachen Hausmitteln erfolgreich zu Leibe rücken. Meist kündigt sich der Ärger über einen längeren Zeitraum an. Das Wasser läuft immer langsamer ab. Irgendwo in den häuslichen Eingeweiden hat sich ein unappetitlicher Kloß aus Haaren, kleinen Gegenständen, Schmutz, Seife und anderen Zutaten gebildet, der sich wie ein Filter immer mehr zusetzt. Wer die ersten Anzeichen einer Verstopfung erkennt, hat gute Chancen, das Problem zu lösen, bevor es wirklich zum Problem wird. 

Auf den Profi vertrauen

Bei aller Sympathie für Do-it-yourself-Maßnahmen ist hier ein Warnhinweis angezeigt. Wenn die unten genannten Tipps und Tricks nicht zum gewünschten Ergebnis führen, gilt es einen Profi einzuschalten. Denn ein verstopftes Abwasserrohr kann sich zu einem echten Problem ausweiten. Eine Mischung aus Schmutzresten, Wasser und Chemikalien, die von verzweifelten Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern zugegeben werden, tut den Rohren auf Dauer nicht gut. 

Wer wiederholt kurzfristig Abhilfe schafft, ohne das Problem professionell und gründlich beheben zu lassen, riskiert einen Rohrbruch. Der legt nicht nur die Wasserversorgung vorübergehend lahm, sondern geht unter Umständen mit gravierenden Wasserschäden in den Wohnräumen einher.

Die Fachleute bei NOTPROFI haben in ihrer 15-jährigen Tätigkeit in Berlin schon so einiges erlebt – und im doppelten Wortsinn gelöst. Sei es eine Verstopfung in den Rohrleitungen, Probleme mit der Abwasserableitung oder Schäden in der Kanal-Technik. Was für einen Laien eine undurchsichtige Angelegenheit ist, haben Fachleute dank klarer Diagnose und routinierter Vorgehensweise in aller Regel schnell geregelt.

Natürlicher Rohrreiniger – Natron und Essigessenz

Im Handel gibt es unterschiedliche Präparate, die bei Abflussproblemen eine bequeme und effektive Lösung versprechen. Zu bedenken ist, dass Chemikalien nicht nur den Rohren, sondern auch der Umwelt und Gesundheit schaden können. Der Umgang mit chemischen Rohrreinigern ist kein Kinderspiel. Deshalb sollten nur ausgewiesene Markenprodukte verwendet werden, und zwar genau nach Gebrauchsanweisung. 

Alternativ lässt sich auch ganz auf aggressive Mittel verzichten. Eine bewährte Alternative zum chemischen Rohrreiniger ist die Mischung aus Natron und Essigessenz. Diese kann nicht nur Verstopfung in den Rohren lösen, sondern auch Kalk entfernen. Hierzu werden vier Esslöffel Backnatron in einer Schüssel fein verrührt. Das verhindert, dass Verklumpungen den Reinigungseffekt vermindern. Das Natron wird in den Abfluss geschüttet, sofort gefolgt von einer halben Tasse Essigessenz.

Die Wirkung ist sofort zu sehen und zu hören: Eine sprudelnde Masse steigt aus dem Abfluss hervor. Sie sorgt dafür, dass die Verunreinigungen aus dem Rohr hinausgespült werden können. Sind die Geräusche verstummt, muss mit heißem Wasser nachgespült werden. Für optimalen Erfolg steht hierzu ein Wasserkocher mit einem Liter sehr heißem Wasser bereit. 

Der Pümpel macht den Weg frei

Gut bewährt haben sich auch rein mechanische Mittel, um Verstopfungen zu lösen. So rüttelt der gute alte Pümpel die Verstopfung auf sanfte Weise frei. Hier werden keinerlei Chemikalien [https://www.focus.de/wissen/so-gefaehrlich-ist-abflussreiniger-vermieter-will-abfluss-reinigen-giftige-gaswolke-verletzte-fuenf-menschen_id_9207108.html] oder andere Stoffe benötigt, um dicke Klopapierklumpen, Essensreste oder Haare aus den Rohren zu befördern. 

Die Saugglocke des Pümpels wird einfach mittig auf den Abfluss gesetzt. Wenn der mit Wasser bedeckt ist, ist das umso besser. Wichtig ist, dass die Gummiglocke den gesamten Abfluss verschließt. Der Stab wird nun zunächst langsam nach unten gedrückt, um anschließend mit der typischen Auf- und Abbewegung abwechselnd Druck und Unterdruck zu erzeugen. Der Pfropfen wird so gelockert und nach oben gezogen, oder er kann direkt abfließen.

Mit der Drahtspirale tief ins Innere

Wenn sich die Verstopfung durch einen Pümpel nicht lösen lässt, ist sie wahrscheinlich weiter vom Abfluss entfernt. Hier leistet eine Drahtspirale gute Dienste. Sie kann sich bis zu zehn Meter durch das Rohr schlängeln. Indem sie mithilfe der Kurbel ständig gedreht wird, findet sie ihren Weg auch um Biegungen, bis sie auf die Verstopfung trifft. Wenn sich dann die Klauen an der Spitze in den Pfropfen eingraben, lässt der sich lockern oder herausziehen. Ein Eimer und ein paar alte Tücher helfen, die Verschmutzung von Küche oder Bad in Grenzen zu halten.







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