News Details

Anzeige
12.02.18

Tipps zum Minijob: Geringfügig beschäftigt in Berlin

Was man als Minijobber wissen sollte und worauf zu achten ist

Tipps zum Minijob in Berlin - und worauf zu achten ist (Foto: raphaela4you/Fotolia.com)

 

Berlin boomt und bietet jede Menge Arbeitsmöglichkeiten. Sehr gesucht sind Kräfte im Minijob-Bereich, auch als geringfügige Beschäftigung bezeichnet. Es handelt sich hierbei vor allem um Tätigkeiten, die von Schülern, Studenten, Rentnern, Hausfrauen oder nebenberuflich ausgeführt werden können. Fachkräfte werden im Bereich Minijob eher selten gesucht. Im Folgenden die Antworten zu den wichtigsten Fragen rund um das Thema geringfügige Beschäftigung.

Grundsätzlich gilt: Von einer geringfügigen Beschäftigung wird gesprochen, wenn das Arbeitsentgelt 450 Euro im Monat nicht übersteigt. Dies ist vom Gesetzgeber in § 8 Abs. 1 SGB IV sowie § 14 SGB IV geregelt. Dieser Betrag ist steuerfrei.

Wie viel darf man dazuverdienen
Die Höchstgrenze liegt bei 450 Euro im Monat und 5.400 Euro im Jahr. Das heißt, saisonbedingt darf bei einer geringfügigen Beschäftigung monatlich mehr dazuverdient werden, z.B. 540 Euro, wenn in anderen Monaten entsprechend weniger verdient wird. Im genannten Beispiel sind es monatlich 360 Euro. Es ist auch möglich, zwei unterschiedliche Minijobs anzunehmen, wenn insgesamt in beiden Jobs monatlich nicht mehr als 450 Euro, bzw. jährlich 5.400 Euro verdient wird. Eine Alternative wäre, wenn 450 Euro monatlich bereits bei einem Arbeitgeber voll ausgeschöpft werden, die Aufnahme einer zweiten geringfügigen Beschäftigung. Diese ist dann allerdings sozialversicherungspflichtig, das heißt, vom Bruttostundenlohn bleibt nicht so viel übrig.

Ausnahmen sind das Ehrenamt, die Übungsleiterpauschale sowie eine Tätigkeit zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger oder kirchlicher Zwecke. Diese dürfen höher entlohnt werden, da dies mehr oder weniger als Aufwandsentschädigung angesehen wird.
Das heißt:

  • Übungsleiter: bis zu 650 Euro im Monat sozialversicherungsfrei.
  • Ehrenamt: Ehrenamtspauschale von bis zu 720 Euro im Monat.
  • Gemeinnützig tätig: bis zu 510 Euro monatlich steuer- und sozialabgabenfrei.


Worauf geachtet werden muss
Wie für jede andere Voll- oder Teilzeitarbeitsstelle sollte ein rechtsverbindlicher Arbeitsvertrag abgeschlossen werden. Auch für Minijobber gilt der gesetzliche Mindestlohn, so dass bei einem Stundenlohn von derzeit (Stand 2018) 8,84 Euro monatlich nicht mehr als 50,90 Stunden gearbeitet werden dürfen. Bei einem Stundenlohn von 10 Euro wären es dann 45 Stunden. Bei der Abfassung des Arbeitsvertrages sollte darauf geachtet werden, dass auch für Minijobber der Gleichbehandlungsgrundsatz gilt, d. h. bei der Auszahlung von Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie Sonntags- und Nachtarbeiterzuschlägen haben ebenfalls geringfügig Beschäftigte Anspruch auf diese Leistungen. Dies gilt ebenso für Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall, Urlaubsanspruch sowie Mutterschutz.

Angemeldet werden müssen geringfügig Beschäftigte bei der Minijobber-Zentrale. Dies gilt auch für geringfügig Beschäftigte in Privathaushalten.

Welche Rechte und Pflichten es gibt
Minijobs sind seit dem 01.01.2013 rentenversicherungspflichtig. Der Arbeitgeber zahlt pauschal wie gehabt den Pflichtversicherungsanteil in Höhe von 15% des Lohnes. Neu ist, dass auch der geringfügig Beschäftigte die Differenz zum allgemeinen Beitragssatz von 18,6 % in Höhe von 3,6 zahlen muss. Er kann sich jedoch in Ausnahmefällen davon befreien lassen.

Folgende Vorteile ergeben sich für ihn aus der Zahlung des Rentenversicherungsanteils:

  • ein Anspruch auf Rehabilitationsmaßnahmen, Umschulungen oder Ähnlichem, das im Verhältnis zur Pflichtarbeit steht.
  • eine etwas erhöhte Rentenauszahlung.

Der Arbeitgeber ist außerdem verpflichtet, 13% pauschal zur Krankenversicherung (allgemeiner Gesundheitsfond) einzuzahlen. Damit ist der geringfügig Beschäftigte jedoch nicht automatisch krankenversichert, sondern er muss selbst für eine private oder gesetzliche Krankenversicherung sorgen.







<- Zurück zu: Berlin-Magazin.info: News aus der Hauptstadt

Berlin-Magazin.info - News abonnieren:
Berlin-Magazin-RSS-Feed abonnieren

Anzeige

Berlin-Magazin.info

Das Magazin für Freunde und Interessierte der schönen Hauptstadt Berlin

Von Kreuzberg bis Charlottenburg: Zur besseren Orientierung werden die Berliner Bezirke vorgestellt.

... mehr über die Berliner Bezirke

Berlin-Magazin bietet außerdem...

... Interviews

... Sehenswertes

... Nachtleben

... Business

... viele weitere Infos zu Berlin!

Anzeige