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06.05.20

New urban living: Nachhaltigkeit liegt im Trend

Das Zuhause wird zum Lebensmittelpunkt

Urbanes Leben: Funktionalität ist passé, Shabby Chic ist in. (Foto: Pexels / pixabay)

Urbanes Leben hat seinen ganz eigenen Reiz. Das gilt besonders für Berlin, eine Stadt, die man mit Fug und Recht einzigartig nennen kann. Berlin hat nicht nur viel zu bieten, sondern inspiriert auch als Schmelztiegel von Ideen, Meinungen und Geschmäckern. Diese Stadt hat schon unzählige Fremde zu Berlinern werden lassen.

Homing und Cocooning

Dieses ‚sich zuhause fühlen’ wird noch verstärkt durch einen Trend, der draußen auf dem Land genauso zu beobachten ist wie in der quirligen Stadt: das Homing oder auch Cocooning, wie es die Trendforscherin Faith Popcorn schon in den späten 80er Jahren thematisierte. 

Das Zuhause wird zum Lebensmittelpunkt – wobei die Berliner hier meist ihre Straße oder ihren Kiez mit einbeziehen.

Der Kitz gehört in Berlin zur eigenen Wohlfühlzone

Der Kiez: Wohlfühlzone auf der Straße (Foto: RoDobby / pixabay)

Anstatt ins Restaurant und danach ins Kino zu gehen, trifft man sich lieber daheim, kocht zusammen, spielt Spiele oder streamt einen Film. Hintergrund ist nicht nur, dass man sich in den eigenen vier Wänden am wohlsten und sichersten fühlt. Viele Menschen artikulieren ihre Persönlichkeit und ihr Lebensgefühl auch über die Art und Weise, wie sie ihren Wohnraum gestalten. Und dann macht es auch Spaß, die schöne Umgebung zu genießen. Allein oder gerne auch mit Freunden.

“Das ist das Leben in der Stadt. Was soll daran schlecht sein?“ 
(Ton Steine Scherben, Jenseits von Eden)

Das Zuhause wird inszeniert und zelebriert, in Berlin natürlich mit einer einzigartigen Mischung aus Understatement, Vintagelook und Markenmöbeln. Die nüchterne Funktionalität vergangener Jahre ist passé; Shabby Chic ist in. Details werden immer wichtiger, sodass neben den Möbeln auch dekorativen Akzenten eine wachsende Bedeutung zukommt.

Der persönliche Rückzugsort ist zum Dreh- und Angelpunkt des sozialen Lebens geworden. Das bedeutet zum Beispiel viel Raum am Esstisch und Sitzmöbel, die Platz für die wichtigsten Menschen bieten.

Die urbane Wohnkultur kombiniert alt und neu

Ein großer Tisch ist immer auch eine Einladung (Foto: Pexels / pixabay)

Repräsentativ soll die Einrichtung sein, gleichzeitig jedoch lässig und immer öfter auch nachhaltig. Müll vermeiden, die Umwelt schonen und eine gesunde Wohnumgebung schaffen: Das sind die Ziele der nachhaltigen Wohnkultur.

Nachhaltig wohnen

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt auch bei den Möbelmessen wie der imm cologne an Bedeutung. Und so wurde der Anspruch von den Herstellern beispielsweise umgesetzt:

  • Hersteller wie Kartell, Ferm Living oder Ligne Roset setzen vermehrt auf recycelte Kunststoffe, die etwa zu Möbelbezügen und Teppichen verarbeitet werden. Damit eröffnet sich für den Kunststoffkreislauf ein neues Einsatzfeld.

  • Auch die Reststoffe aus der eigenen Produktion werden immer öfter weiter verwendet, anstatt sie wegzuwerfen. Hier geht ein Hersteller wie Schramm vorneweg und verwandelt Reste in Teppiche oder Plaids.

  • Langlebige und zeitlose Produkte sind ein Grundpfeiler des nachhaltigen Wohnens. Dafür müssen sie sowohl aus wertigen Materialien gefertigt sein als auch einen Look haben, an dem man sich nicht zu schnell sattsieht. Dieser Look soll zwar nicht unbedingt an das eigene Elternhaus erinnern, darf aber gerne Vintage inspiriert sein. Dinge zu pflegen und weiterzugeben, anstatt sie beim Umzug wegzuwerfen, ist sinnvoll und nützlich zugleich.

  • Apropos Umzug: Auch in der Hauptstadt zieht man gerne einmal um. Die Frage ist, welche Art von Möbeln zeigt die nötige Flexibilität, um sich wandelnden Umgebungen anpassen zu können?
    Ausladende Sitzlandschaften, wie sie in den letzten Jahren etwa von Rolf Benz, Cor oder Bretz gestaltet worden sind, eignen sich nur bedingt. Wie man es auch dreht und wendet: Sie wollen einfach nicht in die neuen Grundrisse passen. Auch deshalb werden sie mehr und mehr von kleineren Polstermöbeln abgelöst, die als Zweieinhalb-, Zwei- oder sogar Einsitzer-Sofa erhältlich sind und sich flexibel in jede Wohnumgebung einpassen.

Hochwertige Hölzer haben ihren Preis 

Doch warum sollte man in nachhaltige Möbel investieren, wenn man schon für sehr kleines Geld Einrichtungsgegenstände kaufen kann? Weil qualitative oder auch emotionale Wertigkeit ein gutes Gefühl vermittelt. Wenn man mit Bedacht in neue Möbel investiert, schätzt man sie in der Regel mehr und hat im besten Fall eine Qualität gekauft, die über Jahre hinweg hält und schön bleibt. Dabei ist der Begriff ‚investieren’ durchaus angebracht. Für eine neue Küche aus heimischem Massivholz oder ein Parkett inklusive nachhaltiger Holzmöbel muss man eventuell einen Kredit in Höhe von 25.000 Euro oder mehr ins Auge fassen. Das lohnt sich natürlich nur, wenn man vorhat, in seiner Stadtwohnung etwas länger als nur zwei, drei Jahre zu bleiben.

Die Umwelt schonen – und sich selbst

Es gibt zwei Ansätze, das eigene Zuhause wirklich nachhaltig einzurichten, und sie liegen an den entgegengesetzten Enden der Budgetskala: den Besuch auf dem Flohmarkt einerseits und den Kauf von Möbeln aus nachhaltiger Forstwirtschaft andererseits. Dabei ergänzen sich die beiden Methoden perfekt und passen zum Berliner Style, der von einem lässigen Stilmix geprägt ist.

Entscheidend ist: Qualitativ hochwertige Möbel jeden Alters haben eine lange Lebensdauer. Man kann also in charakterstarke neue Teile investieren oder genauso gut schöne Stücke gebraucht erwerben, aufbereiten und ihre individuelle Ausstrahlung genießen. Mit Fundstücken vom Flohmarkt gelingt das gut, denn vor einigen Jahrzehnten wurde Mobiliar noch so gebaut, dass es als „Anschaffung fürs Leben“ dienen konnte. Das ist bei einer auf möglichst billig ausgerichteten Produktion natürlich nicht der Fall. 

Möbel kommen heute auch gerne vom Flohmarkt

Alt, aber mit Seele: So manches schöne Teil kommt vom Flohmarkt (Foto: Mrs_schu / pixabay)

Dagegen sind zum Beispiel Teile aus einheimischer, nachhaltiger Forstwirtschaft sehr gut geeignet, um zum jahrelangen Begleiter zu werden. Nicht zuletzt, weil sie die Gesundheit schonen. Billige Möbel, die oft aus nicht eindeutig zertifizierten Hölzern gefertigt sind, können nicht nur der Umwelt schaden, sondern auch dem eigenen Organismus, wenn sie mit zweifelhaften billigen Lacken oder Klebern verarbeitet wurden. Diese dünsten in der Wohnung aus und geraten über die Atemwege in den Körper. Zudem will man vielleicht berücksichtigen, dass Billigwaren generell oft unter unfairen Bedingungen produziert werden, die man nicht unterstützen will.

Mehr Wertigkeit: Ein positiver Trend

Das neue, urbane Leben und Einrichten ist eine spannende Sache. Auf vielfältige Art und Weise drückt es aus, wer wir sind und wer wir sein wollen. Dabei spielen neben Design und Funktionalität Aspekte der Wertigkeit und Nachhaltigkeit eine zunehmend wichtige Rolle – ein für verantwortungsvolle Kunden wie auch Hersteller positiver Trend.







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