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14.06.19

Ex-Flughafen Tempelhof

Zukunft und Entwicklung des ehemaligen Zentralflughafens

Ex-Flughafen Berlin-Tempelhof – und was daraus werden soll (Foto: presse168/pixabay)

 

Vor mehr als zehn Jahren, exakt am 30. Oktober 2008, hob die letzte Linienmaschine vom Berliner Flughafen Tempelhof ab. Seither geht es mit der Weiterentwicklung des immerhin 300 Hektar großen Areals nur schleppend voran. Doch gibt es zahlreiche Pläne rund um Bebauung und Entwicklung, auch wenn es dafür teils am Willen des Volkes scheiterte. Dabei gibt es konkrete Pläne für die Standortentwicklung und zumindest Planspiele für die Zukunft.

300 Hektar und ein Volksentscheid
Berlin befindet sich in einer prekären Lage, was das Tempelhofer Feld angeht. Denn laut eines Volksentscheides im Jahre 2014 wurde beschlossen, das Feld nicht zu bebauen. Das passt nicht allen Berliner Parteien und zumindest eine Randbebauung wird über kurz oder lang noch einmal ernsthaft in Erwägung gezogen, denn in Berlin herrscht Wohnungsmangel.

Wie es besser gehen könnte, zeigt das Beispiel eines Athener Flughafens. Der 2001 stillgelegte Flughafen Athen-Ellinikon soll zu einem Casino Resort umgebaut werden. Doch solch stringente Bebauungspläne sind in Tempelhof noch Zukunftsmusik. Und bis dahin bräuchte es wohl einen neuen Volksentscheid. Auch das könnte in nächster Zeit geschehen. 2018 haben das nicht nur die Opposition, sondern auch die regierende SPD angeregt.

Derzeitige Pläne für die Entwicklung
Doch auch ohne zusätzliche Bebauung bietet der Flughafen Tempelhof reichlich Raum für Standortentwicklung, denn rund um Tower und Flughafengebäude sollen Kultur und Kommerz Einzug halten. Derzeit ist das Flughafengebäude am Haupteingang des Feldes mehr oder minder Stolperstein auf dem Weg zum Flugfeld. Auf dem Dach des Flughafengebäudes soll eine begehbare Geschichtsgalerie entstehen.

Auch das Alliierten Museum soll ins Flughafengebäude einziehen. Der Hangar 7 würde genügend Raum liefern, um auch größere Objekte in einer attraktiven Dauerausstellung präsentieren zu können. Das alte Offiziershotel der Amerikaner vor den Toren des Feldes könnte in den nächsten Jahren zu einem kreativen Zentrum ausgebaut werden. Und auch der Tower ist bald schon nicht mehr tabu, sondern kann betreten werden. Dieser böte dann für Besucher einen spektakulären Überblick über das Tempelhofer Feld.
Die Liste potenzieller Mieter ist lang, allerdings müssen viele der Räumlichkeiten erst noch saniert werden. Dazu zählen auch die Räume für die Polizei.

Nachhaltige Entwicklung
Die Entwicklung der denkmalgeschützten Strukturen soll dabei vor allem vorsichtig und nachhaltig erfolgen, um ein kreatives Areal aus dem ehemaligen Flughafen zu entwickeln. Auch die Bürgerinnen und Bürger Berlins sollen stärker in das Projekt einbezogen werden, die Bürgerbeteiligung und kulturelle Experimente sollen das Areal rund um den Flughafen Tempelhof künftig prägen.

Neben kultureller und politischer Fragen darf aber auch die finanzielle Seite nicht außer Acht gelassen werden. Alleine für die Geschichtsgalerie auf dem Dach werden Kosten von 17,6 Millionen Euro veranschlagt, für die Sanierung der Flughafengebäude 300 bis 500 Millionen Euro.

Zudem verfügt der Flughafen nicht über genügend Fluchtwege oder ausreichenden Brandschutz. Es müssen statische Eingriffe vorgenommen und Teile der Gebäude schadstoffsaniert werden. All das steht dem schnellen Ausbau der Anlage im Weg. Doch das Potenzial des Flughafens im Herzen Berlins ist enorm.







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