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16.05.19

Do it yourself … in Berlin

Immer mehr Menschen schneidern ihre Kleidung selbst

Selbst nähen und schneidern liegt auch in Berlin voll im Trend (Foto: Pixabay)

 

Handarbeiten ist in und zeigt auch, dass in der Gesellschaft ein Wandel deutlich wird: Weg von der Wegwerfgesellschaft, die Discounterware kauft – hin zu liebevoll selbstgeschneiderten Einzelstücken.  Die Idee, Bekleidung selbst zu kreieren und bei Bedarf abzuändern, zeigt sich nicht nur in den heimischen Nähstuben, sondern auch in der Entwicklung der Maßschneidereien in Deutschland. Die Anzahl der Betriebe steigt ständig. Und auch in Berlin lässt sich beobachten, wie kleine Maßschneidereien eröffnen und so dem Bedarf nach hochwertigem Selbstgemachten gerecht werden. Im Folgenden sechs Tipps für die ersten Schritte zum Selbernähen:

1.) Ein Kurs spart Nerven
Vielleicht steht die Nähmaschine schon bereit, in der neuesten Frauenzeitschrift ist das Schnittmuster ausgewählt, und es kann direkt losgehen. Sich das Nähen selbst beizubringen, ist eine Herausforderung, die zwar zu meistern ist, aber auch Nerven kostet. Für diejenigen, die keine oder nur wenig Erfahrung im Umgang mit Nadel und Zwirn haben, empfiehlt sich daher, an einem Nähkurs teilzunehmen, der die Grundlagen vermittelt. Die Nähschule Berlin beispielsweise bietet Anfängerkurse an. Auch bei den Kleinanzeigen lohnt es sich zu suchen sowie auch in einem der Stoffgeschäfte in der Hauptstadt. Oft gibt es auch hier Kursangebote, die unter Anleitung von Profis schnell zu ersten Erfolgen führen.

2.) Gute Scheren sind das A und O beim Schneidern
An gutem Equipment sollte nicht gespart werden, deswegen gilt: Eine gute Schere ist Gold wert. Für den Start sollte man folgende Scheren parat haben: eine Papierschere zum Ausschneiden von Schnittmustern, eine Stoffschere zum Ausschneiden des auf den Stoff übertragenen Schnitts und eine kleine Schere, um beispielsweise Garn zu kappen.

Statt mit einer Stoffschere kann man sich zu Beginn auch mit Schneidematte und Rollschneider behelfen. Diese beiden Ausstattungsteile für die private Nähstube sparen vor allem Zeit beim Zuschneiden der Stoffmuster. Aber Achtung: Unter der Schneidematte muss in jedem Fall eine Unterlage drapiert werden – sonst gibt es Schnittmuster auf dem Tisch.

Übrigens: Zum Auftrennen einer misslungenen Naht ist  ein so genannter Nahtauftrenner nützlich. Der ist im Vergleich zur Minischere präziser in der Form und im Handling.


Für erste Nähversuche empfiehlt sich ein preisgünstiges Anfängermodell (Foto: jacqueline macou/pixabay)

3.) Nadeln zum Stecken, zum Nähen und für die Maschine
Mit Nadeln zu geizen, wird spätestens dann zum Ärgernis, wenn eine Nähmaschinennadel gerade dann unbrauchbar wird, wenn die Fertigstellung des Nähwerks nur wenige Stiche entfernt liegt. Deswegen der Tipp: Immer Nadeln auf Vorrat kaufen. Wichtig ist neben der Anzahl an Nadeln auch eine vielseitige Auswahl. Im Fachhandel gibt es Nadeln für die unterschiedlichsten Stoffarten – von der Seide bis zur Baumwolle.

Aber nicht nur die Maschine muss mit dem passenden Nadelwerk ausgestattet sein. Nähnadeln werden auch zum Heften benötigt, um kleinere Näharbeiten ohne Maschine und händisch auszuführen. Klassische Stecknadeln halten das Schnittmuster auf dem ausgewählten Stoff oder zwei zugeschnittene Stoffteile aufeinander.

4.) Mit Lineal und Schneiderkreide kommt das Muster auf den Stoff
Maßband und Lineal gehören zur Grundausstattung in jeder privaten Nähwerkstatt. Während das Maßband sich um jede Kurve schmiegen kann – und es so ermöglicht, genau Maß zu nehmen – ist das Lineal zum Anfertigen des Schnittmusters sowie zum Übertrag auf den Stoff nötig. Stoffmalstifte und Schneiderkreide sind dann die Werkzeuge, die den Schnitt auf dem Stoff sichtbar machen. Die Fähigkeiten eines Grafikers braucht es für das Aufbringen von Schnittmustern allerdings nicht.

Näh-Profis raten zu sogenannten Trickmarkern, wenn es darum geht, ein Schnittmuster auf einen besonders empfindlichen Stoff aufzuzeichnen. Der Vorteil: Nach und nach verschwindet die Zeichnung auf dem Stoff. Das kann allerdings auch zum größten Nachteil werden, wenn zwischen Aufzeichnen und Nähen Zeit vergeht.


Gutes und ausreichendes Equipment sollte beim Nähen immer vorhanden sein (Foto: bluemorphos/pixabay)

5.) Garn und Stoffe in Realität fühlen
Auch wenn Equipment für das Nähen im Handumdrehen bestellt werden kann, ist es bei der Wahl des Stoffes für ein spezielles Schnittmuster wichtig, ein Gefühl für den Stoff zu bekommen. Im Ladengeschäft des Traumbeere-Online-Shops in der Landsberger Allee 52 gibt es die Möglichkeit, die Stoffe zu fühlen, bevor sie für geeignet befunden werden.

Regelmäßig sind die Stoffprofis auch zu Gast beim Stoffmarkt Holland, der in vielen deutschen Städten von Hannover, Potsdam, Koblenz, Leverkusen, Mannheim, Freiburg im Breisgau, Frankfurt am Main, Heide und Flensburg bis nach Dresden, Cottbus, Bremen und Hamburg gastiert.

6.) Die Wahl der Nähmaschine ist eine Wissenschaft für sich
Profi-Nähmaschinen sind mitunter recht teuer. Deswegen ist es kein schlechter Rat, mit einem günstigen Modell zu beginnen. Eine Anfängermaschine ist preislich überschaubar und macht es dennoch möglich, gute Ergebnisse zu erzielen.

Was ein günstiges Einsteiger-Modell vom Profi-Modell unterscheidet, ist die technische Vielfalt, die sich dahinter verbirgt. Je besser das Nähmaschinen-Modell ist, desto mehr Technik befindet sich auch dahinter. Zur Grundausstattung gehört, dass die Nähmaschine für vielerlei Stoffe geeignet sein sollte und ein gutes Stichbild auf den Stoff zaubert. Eine leichte Bedienbarkeit, leichtes Einfädeln und die Möglichkeit, die Maschine schnell zu reinigen, sind wichtige Ansprüche, die man an eine Nähmaschine stellen sollte.

Intelligente Maschinen schlagen meist zunächst eine Standardeinstellung vor, bevor individuell nachjustiert wird. Eine Knopfloch-Sensorik, eine Aufspulfunktion und andere Automatismen unterscheiden das Anfänger- vom Profimodell.







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