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Deutsches Technikmuseum


Schon von Außen spektakulär. Deutsches Technikmuseum ©pixelio

Das Deutsche Technikmuseum ging aus dem Museum für Verkehr und Technik hervor und hat eine lange Tradition, die weit in die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg zurückreicht. 

Der Museum fasziniert schon, wenn man sich ihm nähert. In unmittelbarer Nähe führt die U-Bahn hier als Hochbahn vorbei. Als erstes fällt ein Rosinenbomber, der an der Dachkonstruktion des Hauses aufgehangen ist, ins Auge.

Ein Museum kann symoblischer nicht gelegen sein. Der Landwehrkanal vor der Haustür, befindet sich das Museum auf dem Gelände des ehemaligen Gewerbe- und Bahngelände der Anhalter Bahn von 1874. Noch heute sind dort das Bahnbetriebswerk des Anhalter Güterbahnhofs mit zwei Ringlokschuppen zu sehen.
Mit 25.000 m² Ausstellungsfläche gehört die Sammlung zu den größten Technikmuseen der Welt.

Im Jahr 2002 wurde die Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin gegründet, die das DTMB mit den Außenstellen Archenhold-Sternwarte in Berlin-Treptow, Zeiss-Großplanetarium in Berlin-Prenzlauer Berg, Zucker-Museum und Science Center Spectrum, das ebenfalls auf dem ehemaligen Betriebsgelände des Anhalter Bahnhofs liegt, zusammenfasst.

Zu den Themen, die das Museum darstellt, gehören die Bereiche

  • Luft- und Raumfahrt
  • Schifffahrt
  • Schienenverkehr
  • Produktionstechniken
  • Straßenverkehr
  • Kommunalverkehr
  • Textiltechnik
  • Rechen- und Automationstechnik
  • Nachrichtentechnik
  • Schreib- und Drucktechnik
  • Papiertechnik
  • Energietechnik
  • Verkehrs- und Ingenieurbau
  • Wissenschaftliche Instrumente
  • Geschichte der Filmtechnik
  • Historische Brauerei
  • Museumspark

In den verschiedenen Abteilungen sind viele historische Exponate und Nachbildungen zu sehen. Highlights sind sicherlich die Flugzeug, Schiffe und Eisenbahnen.
Allein ein Rundgang durch lediglich drei Abteilungen, die hier exemplarisch vorgestellt werden, ist tagesfüllend:

Luft- und Raumfahrt
Der Rundgang durch die acht Bereiche der Luft- und Raumfahrtausstellung ist zeigt das gesamte Spektrum der Fliegerei, von den Anfängen bis zur gegenwart, wobei es eine starke Konzentration auf die Militärtechnik gibt. Die einzige erhaltene Jeannin-Stahltaube, Baujahr 1914, veranschaulicht die Anfänge der militärischen Luftfahrt. Zentrales Objekt dieser Ausstellungseinheit ist das Verkehrsflugzeug Junkers Ju 52, besser bekannt als „Tante Ju“.  Erinnerungsstücke eines Flugkapitäns der Deutschen Lufthansa und eines Sportfliegers beleuchten den Flugalltag der mschine.
Der Ausstellungsbereich zum Zweiten Weltkrieg thematisiert Aufbau und Untergang der deutschen Luftwaffe. Das Wrack eines Junkers Ju 87 Sturzkampfbombers manifestiert das Zerstörungspotential des Flugzeugs als Waffe . Ähnlich bedrückend auch der Bereich Raketentechnik: Die Darstellung beginnt mit den Phantasien und Experimenten der frühen Enthusiasten und endet mit der Vereinnahmung dieser Technologie für die Rüstungspläne der Nationalsozialisten. Zeichnungen von Augenzeugen dokumentieren die menschenverachtenden Arbeitsbedingungen von KZ-Häftlinge, die in der Raketenproduktion in Mittelbau Dora eingesetzt wurden.

Schifffahrt
Auf über 6000 Quadratmetern zieht sich über zwei Etagen und ein Galeriegeschoss eine ganz eigenartige Welt, die in rund 1500 Exponate ausgestellt wird.  Gleich ins Auge fällt der märkische Schlepper "Kurt Heinz"  im Erdgeschoss aus dem Jahre 1901 oder der 33 Meter lange Kaffenkahn von 1840. Im Obergeschoss wird die internationale Hochseeschifffahrt dokumentiert. Hier werden 10.000 Jahre Schifffahrtsentwicklung nachgezeichnet.

Schienenverkehr
Ihrem Standort auf dem ehemaligen Bahnbetriebswerk des Anhalter Bahnhofs wird das Deutsche Technikmuseum durch eine umfassende Sammlung an Lokomotiven und Eisenbahnwaggons gerecht.

Besonders hervorzuheben sind dabei die historische Lokschuppenanlage von 1874, in der auf 34 Gleisen nicht weniger als 40 Schienenfahrzeuge in Originalgröße zu sehen sind. Gegliedert ist die  Ausstellung in 33 „Stationen der Eisenbahngeschichte“. Dabei wird auch die Rolle der Eisenbahn bei der Vernichtung der Juden während der Zeit des Nationalsozialismus erwähnt.
Die Dampflok S10 und die Diesellok V200 sowie ein historischer Bahnhof sind in den alten Lokschuppen einquartiert.

Das Highlight des Museums ist die Spectrum-Abteilung. Hier sind viele fantastische Phänomene aus der Optik, der Akustik und der Elektrizität zu sehen und nachzuvollziehen. Im Museumspark rund um das Museum kann man zudem seltene Pflanzen und Tiere beobachten.

Adresse:

Trebbiner Straße 9, 10963 Berlin
Tel.: 030 - 902540, Fax: 030 - 90254175
http://www.dtmb.de

Öffnungszeiten von DTMB und SPECTRUM:
Dienstag bis Freitag: 9.00 bis 17.30 Uhr
Samstag/Sonntag/feiertags: 10.00 bis 18.00 Uhr
Montags geschlossen

Gemeinsamer Eintritt für DTMB und SPECTRUM
(Änderungen vorbehalten):
Erwachsene: 4,50 EUR,
ermäßigt/Kinder: 2,50 EUR,
Gruppenpreis (ab 10 Pers.): 3,00 EUR,
ermäßigt: 1,50 EUR.
Ermäßigter Eintritt für FamilienPass-Inhaber
(Pass für 6,00 EUR erhältlich im Museumsshop).
Eintrittskarten gelten am selben Tag für DTMB,
SPECTRUM und Oldtimer-Depot.

(Das Depot ist zur Zeit wegen Umbau geschlossen).
Audioführungen:
Erwachsene 2,00 EUR,
Kinder 1,00 EUR.

 


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