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Kindercities und Museen<br><BR>

© Monchik / Pixelio

Im Herbst 2007 eröffnete im Einkaufscenter Alexa in unmittelbarer Nähe von Alexanderplatz und Fernsehturm die Kindercity auf einer Fläche von über 6000 Quadratmetern.

Das Edutainment-Center (education & entertainment) kombiniert spielerisches Lernen mit der Interaktion und dem Erleben von Wissenschaft. Mit mehr aIs 1.000 Ideen werden Kinder altersgerecht in verschiedene Themen wie „Natur“ oder „Kommunikation“ eingeführt und können ihre Neugierde nach dem Motto «Lernen mit Kopf, Herz, Hand und Spiel» ausleben. Das in Deutschland einmalige Konzept der Kindercity richtet sich an Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren sowie an Familien www.kindercity.de

Museen – keinesfalls nur ein Schlechtwetterprogramm

Allerdings ist es oft gar nicht nötig, dass sich Eltern über ein spezielles Kinderprogramm den Kopf zerbrechen. Für den Nachwuchs ist es mindestens genauso spannend wie für Erwachsene, sich vom Fernsehturm am Alexanderplatz aus die Stadt von oben anzusehen, in die Kuppel des Reichstags hoch zu steigen, eine Stadtrundfahrt mit dem Doppeldecker-Bus oder der Panorama-S-Bahn zu machen. Erfahrungsgemäß haben Alt und Jung auch genauso viel Spaß daran, die Sehenswürdigkeiten der Stadt bei einer Schiffsrundfahrt auf dem Wasser an sich vorüber ziehen zu lassen.

Seit neuerem sind Fahrradtouren zu den Berliner Sehenswürdigkeiten angesagt. Kleinere können ganz bequem im Kindersitz auf dem Drahtesel der Eltern mitfahren – dafür halten mehrere Verleihstellen Kindersitze und Helme bereit –, Größere können auf den vielen ausgewiesenen Radwegen Berlins schon selbst in die Pedale treten und dabei zum Beispiel die Stationen des neuen Mauerradwegs entdecken.

Willkommener Abwechslung des Berliner Familienbesichtigungsprogrammes ist meist auch eine Fahrt mit einem der vielen Velo-Taxis, die zum Beispiel am Reichstag auf fußmüde Kunden warten.

Sind die jungen Stadtbesucher indessen gut zu Fuß, können sie zu einem der spannenden geführten Rundgänge starten, den einige Veranstalter anbieten. StattReisen Berlin lädt zum Beispiel dazu ein, auf den Spuren von Erich Kästners „Emil und die Detektive“ in Schöneberg zu wandeln oder bei einer Tour herauszubekommen, wie der Bär ins Berliner Wappen kam.

Die InitiativenKulturprojekte Berlin wiederum führt junge Besucher währenddessen durchs Schloss Charlottenburg – unter dem Motto „Königskinder“ erfahren sie, wie Friedrich der Große seine Kindheit verbrachte und wie früher im prachtvollen Weißen Saal getafelt wurde.

Museen bieten Abwechlung

Überhaupt sind die Berliner Museen alles andere als nur ein Schlechtwetterprogramm bei Regen oder Sturm.

Dafür ist das Angebot der rund 175 Häuser mit einigen exklusiven Kindermuseen viel zu vielfältig und zu aufregend. Im Kindermuseum Labyrinth lässt ein Parcours mit dem Motto „Ganz weit weg – und doch so nah“ Besucher zwischen vier und zwölf Jahren verschiedenen Kulturen der Welt begegnen. Dabei sehen sie nicht nur, was in anderen Ländern auf den Tisch kommt – auf einem Marktplatz gibt es auch allerhand aus Afrika und dem Orient zu kaufen.

Auch im Kindermuseum „MACHmit!“ in Bezirk Prenzlauer Berg können die Kiddies selbst Hand anlegen.

Druckerei, Kunstwerkstätten, Spiegelräume und Seifenladen dürfen schon Fünfjährige allein erkunden und mit farbigen Buchstaben ihren Namen drucken.

Auf etwas Ältere wartet im Jugendmuseum in Schöneberg ein Geschichtslabor, in dem verschiedene Epochen der deutschen Geschichte erforscht werden können.

Im „Spectrum“ genannten Science Center im Deutschen Technikmuseum mit Nebelkammer und Hexenschaukel können neugierige Besucher ab drei Jahren wiederum 250 Experimente zu Themen wie Optik, Akustik oder Elektrizität anstellen und im drehbaren Haus ihren Gleichgesichtssinn testen.

Besonders spektakulär ist das Museum für Naturkunde an der Invalidenstraße. Das riesige Dinosaurier-Skelett  ist Anziehungspunkt für jung und alt.  Andere Tiere lassen sich hier bei geheimnisvollen Taschenlampenführungen entdecken, außerdem warten Grabungskisten und Mikroskopierstationen auf angehende Forscher.

Kinderangebote

Spezielle Angebote für junge Besucher haben natürlich auch viele andere Häuser, wobei der Eintritt in den Staatlichen Museen unter 16 Jahren gratis ist und der Museums-pädagogische Dienst jungen Besucher ein innovatives Programm bietet. Ob Gemäldegalerie, Berlinische Galerie, Pergamon- oder Bodemuseum – bei Kinder- oder Familienführungen geht es nicht nur um dieB egegnung mit alten Meistern, antiken Tempeln oder der DADA-Kunst einer Hannah Höch. Häufig darf auch in Kreativwerkstätten gemalt oder gebastelt werden.

Im Ägyptischen Museum sind kleine Besucher regelmäßig bei Nofretete oder den Pharaonen zu Gast sein, das Vorderasiatische Museum lockt mit „Mesopotamien für Kinder“ und das Ethnologische Museum in Dahlem führt ihnen unter dem Titel „Ab durch die Wüste“ das Nomadenleben der australischen Aborigines und der Tuaregs in der Sahara vor Augen.

Echte Bunker, alte U-Bahn-Schächte und Fluchttunnel aus der Nazizeit können bei den Führungen „Dunkle Welten“ erkundet werden, die der Verein Berliner Unterwelten anbietet. Mindestens ebenso unheimlich ist das Berliner  Gruselkabinett im Kreuzberger Luftschutzbunker, das mit einem Figurenkabinett mit schaurigen Medizindarstellungen Kindern ab zehn Jahren das Fürchten lehrt.

Während im Feuerwehrmuseum in Reinickendorf Kinder ab sieben Jahren moderne Löschfahrzeuge bestaunen und miterleben können, wie Menschen gerettet werden, zeigt die Sammlung Kindheit und Jugend des Stadtmuseums anhand von altem Spielzeug, Schiefertafeln und Schreibfedern, wie man sich die „Berliner Kindheit vor 50 Jahren“ vorzustellen hat. Und welches Kind wird man wohl lange überreden müssen, um ins Zucker-Museum zu gehen, wo vorgeführt, woraus das „weiße Gold“ besteht und wie man aus ihm lustige Figuren gießt?

Wer indessen wissen möchte, wie viel Milch über die Milchstraße fließt und warum der Mond nur nachts scheint, kann in der Archenhold-Sternwarte in Treptow einen Blick durch die Himmelskanone, das längste Linsenfernrohr der Welt, werfen.

Auch im Planetarium am Insulaner in Steglitz untersuchen bereits Kinder ab drei Jahren den nächtlichen Sternenhimmel, und im Zeiss-Großplanetarium in Prenzlauer Berg erfahren sie bei Führungen unter dem Motto „Sterne, Nebel, Feuerräder“, wie lange man in den Himmel fliegt und wie groß die Sterne sind.

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