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Pergamonmuseum


Das Pergamonmuseum gehört zu den beliebtesten Museen Berlins. Rund 850.000 Menschen kommen jährlich hierher. © Staatliche Museen zu Berlin, Foto: F. Friedrich, Berlin


Besonderer Publikumsmagnet ist das Haus durch die Rekonstruktionen archäologischer Bauensembles: den Pergamonaltar, das Markttor von Milet und das Ischtar-Tor mit der Prozessionsstraße von Babylon sowie der Mschatta-Fassade.

Eigentlich ist der Name Pergamonmuseum irreführend. In dem Gebäude, das zwischen 1910 und 1930 von den Architekten Alfred Messel und Ludwig Hoffmann errichtet wurde, liegt der Schwerpunk auf der Antikensammlung. Der Pergamonaltar stellt nur einen Teil des Museums – ist aber im allgemeinen Sprachgebrauch namensgebend für das gesamte Museum. Es umfasst insgesamt die Antikensammlung mit den Architektursälen und dem Skulpturentrakt, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst.

Pergamonaltar
Hauptanziehungspunkt ist allerdings der Pergamonaltar aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. Der Skulpturenfries am Altar ist ein Meisterwerk griechischer Kunst. Er zeigt den Kampf der Götter mit den Giganten. In dem anschließenden Saal gehen die Besucher durch das Markttor von Milet, ein Prunkstück römischer Architektur, von dem man zum Vorderasiatischen Museum weitergehen kann. Im Nordflügel präsentiert das Pergamonmuseum antike Plastiken von der Archaik bis zum Hellenismus sowie römische Kunst.

Antikensammlung
In der Antikensammlung werden Kunstwerke des griechischen und römischen Altertums gezeigt: Baukunst, Plastiken und Vasen, Inschriften, Mosaiken, Bronzen und Schmuck. Die Sammlung ist an zwei Standorten zu besichtigen sowohl im Pergamonmuseum als auch im Hauptgeschoss des Alten Museums.

Museum für Islamische Kunst
Ebenfalls in dem Bau des Pergamonmuseums untergebracht ist das Museum für Islamische Kunst. Es ist im Südflügel untergebracht und widmet sich der Kunst islamischer Völker vom 8. bis ins 19. Jahrhundert. Die Werke stammen aus dem weiten historischen Einflussgebiet des Islams von Spanien bis Indien. Schwerpunkte der Sammlung bilden der Vordere Orient sowie Ägypten und Iran. Zu sehen ist Bildende Kunst vom Kunsthandwerk über Schmuck bis zur Buchkunst. Die Steinfassade von Mschatta, Stuckwände aus Palästen in Samarra, bemalte Holzfüllungen des Aleppo-Zimmers und die Wandkeramiken in verschiedenen Techniken als Gebetsnischen aus der Türkei und dem Iran sind Höhepunkte der Sammlung.

Vorderasiatisches Museum
Im südlichen Flügel des Museums befindet sich auch das Vorderasiatische Museum. In 14 Sälen erhält man einen umfassenden Eindruck über 6000 Jahre Kulturgeschichte. Neben dem British Museum und dem Pariser Louvre kann das Museum in Berlin mit einer der bedeutendsten Sammlungen orientalischer Altertümer aufwarten. Die beliebtesten „Stücke" des Museums sind die Rekonstruktionen der Prozessionsstraße, das Ischtar-Tor und die Thronsaalfassade des Königs Nebukadnezar II. (604-562 v. Chr.). Diese riesigen, in leuchtenden Farben gehaltenen Prachtbauten Babylons ziehen wie der Pergamonaltar im gleichen Gebäude rund 850.000 Menschen jährlich an. Die Rekonstruktion des Tores entstand unter Verwendung der originalen, glasierten Ziegel. An den Wandflächen sind Darstellungen von Löwen, Stieren und Drachen als Symbole der Hauptgottheiten Babylons angebracht

Im Babylon-Saal befinden sich als besondere Anziehungspunkte das Modell des Hauptheiligtums des Stadtgottes Marduk, der „Turm zu Babel" und eine Kopie der bekannten Gesetzesstele des Königs Hammurabi.

 

Pergamonmuseum
Besuchereingang
Am Kupfergraben 5
10117 Berlin-Mitte

Öffnungszeiten:
Montags bis mittwochs 10-18 Uhr
Donnerstags 10-22 Uhr
Freitags bis sonntags 10-18 Uhr

 



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