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Neue Wache


Die Neue Wache von Schinkel ist ein Paradebeispiel des preußischen Klassizismus. © Goll43/ flickr.com

Die Neue Wache kann auf eine wechselvolle, nicht immer ruhmreiche Geschichte zurückblicken. Sie wurde unter der Aegide des preußischen König Friedrich Wilhelm III. zwischen 1816 und 1818 als Wachhaus für die Wache des Königs und Gedenkstätte für die Gefallenen der napoleonischen Kriege errichtet.

Der Entwurf der Neuen Wache, eines der Hauptwerke des deutschen Klassizismus, stammt von Karl Friedrich Schinkel. Der erste Wachaufzug vor der Neuen Wache fand am 18. September 1818 anlässlich des Besuchs von Zar Alexander von Russland durch das Alexander-Regiment statt.

Bis zum Ende der preußisch-deutschen Monarchie war die Neue Wache „Haupt- und Königswache“. Im Jahre 1931 gwurde das Gebäude zu einem Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges umgestaltet. Im Inneren befand sich auf einem etwa zwei Meter hohen Granitsockel ein Silberkranz mit Gold- und Platinauflagen des Bildhauers Ludwig Gies.

Zerstörung im Zweiten Weltkrieg
Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude 1957 wieder aufgebaut und 1960 als Mahnmal „Den Opfern des Faschismus und Militarismus“ neu eingeweiht.

In der Mitte des Innenraumes brannte eine ewige Flamme, die 1969 aus Anlass des zwanzigsten Jahrestages der Gründung der DDR installiert worden ist.

Bis zur Wiedervereinigung im Jahre 1990 standen zwei Soldaten des Wachregiments Friedrich Engels als Ehrenwache vor der Neuen Wache. Jeden Mittwoch und Sonnabend Punkt halb drei Uhr nachmittags Uhr zog eine Ehrenformation des Wachregiments zum Großen Wachaufzug im Preußischen Stechschritt auf.

Die "ewige Flamme" im Inneren des Ehrenmals ist längst erloschen. Seit 1993 befindet sich die Pietà, auch „Mutter mit totem Sohn“ gennante Figur von Käthe Kollwitz, allerdings nicht in Originalgröße, sondern als Kopie in eine Größe von 1,60 m vergrößert. Vor der Skulptur steht „Den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft“ in den Boden eingelassen.

 

 

 



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