HOME | Impressum | Kontakt | Über uns | Sitemap | Suche | Werbung 
 
HOME
Berlin-News
MIT SPITZER FEDER
SERVICE & HILFE
INTERVIEW
STADTGESPRÄCH
SEHENSWÜRDIGKEITEN
   Abgeordnetenhaus
   Alexanderplatz
   Anhalter Bahnhof
   AVUS
   Berliner Dom
   Botanischer Garten
   Brandenburger Tor
   Checkpoint Charlie
   East-Side-Gallery
   Fernsehturm
   Funkhaus
   Glienicker Brücke
   Jüdisches Berlin
   Gedächtniskirche
   Gendarmenmarkt
   Holocaustmahnmal
   Kaiserhöfe
   Kathrins Locations
   Kurfürstendamm
   Kudamm 1919-33
   Kudamm heute
   Hauptbahnhof
   Mauerstreifzüge
   Mauerstreifzug I
   Mauerstreifzug II
   Mauerweg III
   Mauerweg IV
   Mauerweg V
   Neue Wache
   Nikolaiviertel
   Reichstag
   Regierungsviertel
   Schloss Charlottenburg
   Topographie des Terrors
   Unter den Linden
   Zeiss-Planetarium
RESTAURANT-TIPP
NIGHTLIFE
ÜBERNACHTEN
GESCHICHTE
MOBILITÄT
MUSEEN
MEDIEN & DESIGN
MUSIK
KINO, KULTUR & MUSIK
FREIZEIT & FITNESS
SPORT IN BERLIN
BERLINER KÖPFE
BERLINER BEZIRKE
WIRTSCHAFT & WISSENSCHAFT
BILDUNG
BERLIN PROJEKTE
BERLINBÜCHER
berlinLounge
SHOPPING IN BERLIN
BERLINER UMLAND
DOKUMENTATION
AUFGESCHAPPT
Links
JOBS
BERLIN NEWS
Sie befinden sich hier: Home  >  SEHENSWÜRDIGKEITEN  >  Mauerstreifzug II
Von der Wollankstraße zum Nordbahnhof


An einigen Stelle, wie beispielsweise hier in Pankow, kann man den ehemaligen Verlauf der Mauer noch gut verfolgen. Der Mauerweg ist innerstädtisch an vielen Stelle ein beliebter Erholungsstreifen. © Frank Tetzel

Solange die Mauer stand, war der S-Bahnhof Wollankstraße der einzige Zwischenhalt auf der „Nordbahn“ Richtung Heiligensee und Frohnau. Obwohl er jenseits der Grenze auf dem Gebiet Ost-Berlins lag, durften West-Berliner den Bahnhof ohne Kontrollen betreten.

Für Ost-Berliner war er dagegen gesperrt. Unmittelbar vor dem nordöstlichen Ausgang führte der „Kolonnenweg“ der DDR-Grenztruppen vorbei. Heute ist er durch Kirschbäume und einen Gedenkstein markiert. Bäume und Stein sind Teil einer großen Spendenaktion: 1990, zum ersten Jahrestag des Mauerfalls, wollten japanische Bürger Deutschland mit diesem Geschenk zur wiedergewonnenen Einheit gratulieren.

Auf Höhe der Bösebrücke setzt sich die Kirschbaumallee fort.

Der S-Bahnhof Bornholmer Straße wurde mit Beginn des Mauerbaus am 13. August 1961 geschlossen. Die Züge in den Norden West-Berlins passierten den Bahnhof ohne Halt auf dem westlichen Gleis. Für die Züge, die vom Ost-Ring nach Bernau fuhren, hat die DDR-Führung schon 1952 – nach der Schließung der innerdeutschen Grenze und des Außenrings um Berlin – ein Fernbahngleis elektrifizieren lassen.

Der Schienenweg von Schöneweide nach Pankow sollte für Ostberliner Bürger nicht länger über den West-Berliner Bahnhof Gesundbrunnen führen.

Im Jahr des Mauerbaus wurde dann eine eigene, unterirdische S-Bahn-Trasse gebaut. Und schon im Dezember 1961 war aus der „Stalin“- eine „Ulbricht-Kurve“ geworden, durch die Züge von der Schönhauser Allee direkt nach Pankow fuhren.

Vom neuen Steg zwischen Behmstraße und Mauerpark ist noch die hintere Mauer zu sehen, mit der diese grenznahen Bahnanlagen vom Ost-Berliner Stadtgebiet abgetrennt waren. Weiter führt der Mauerweg über die alte Schwedter Straße durch den Mauerpark.

Er hat seine heutige Breite durch einen Gebietsaustausch 1988/89 erhalten und führt direkt an der Max-Schmeling-Halle und am Friedrich-Jahn-Stadion vorbei. Im Mauerpark toben sich immer wieder Graffiti-Künstler aus und „besetzen“ die Mauer wie einst im November 1989...

Am Ende des Mauerparks knickte die Grenze im rechten Winkel am heutigen Straßendreieck Eberswalder-, Oderberger- und Schwedter Straße nach Westen ab.

Hier, am Anfang der Bernauer Straße, stand bis zum Gebietsaustausch die höchste West-Berliner „Besuchertribüne“, für den Blick und den Gruß über die Mauer (sie existiert nicht mehr). Die Bernauer Straße, der der Mauerweg nun bis zum S-Bahnhof Nordbahnhof folgt, hat nach dem 13. August 1961 traurige Berühmtheit erlangt.

Bernauer Straße als Symbol für dramatische Fluchten

Dramatische Fluchten erschütterten die Weltöffentlichkeit, bei denen Menschen aus den Häusern zu entkommen versuchten, die zu Ost-Berlin gehörten, während der Bürgersteig vor der Haustür schon West-Berliner Boden war. Viele Gedenksteine und -Tafeln erinnern an dramatische Fluchten (u.a. durch Tunnel) an dieser Stelle. Aber: Die Bernauer Straße 2008 hat kaum noch etwas gemein mit derselben Straße vor 47 Jahren.

An einer Stelle verkauft heute genau auf dem Mauerstreifen ein Händler aus dem Wedding Autos. Ein Stück weiter lädt ein Mauercafe zu Kaffee und Kuchen ein.

Und auf die Mauerreste hat irgendwer eine Tafel „Denkmal“ angebracht. Nachdem an der Bernauer Straße ein langes Stück der Mauer mit dem Todesstreifen vor dem Abriss bewahrt werden konnte, ist zwischen Strelitzer- und Gartenstraße die Gedenkstätte Berliner Mauer entstanden. Mit dem Denkmal für die Opfer der Teilung, der Kapelle der Versöhnung und dem Dokumentationszentrum plus Aussichtsturm ist sie der Ort in Berlin, an dem heute die Grenzanlagen am besten nachvollzogen werden können.

Die Mauer-Gedenkstätte wurde zu Beginn dieses Jahres um eine 70 Meter lange Galeriewand erweitert, auf der über das weitere Bauvorhaben informiert wird. Zudem illustrieren 50 großformatige Fotos die Veränderungen an der Bernauer Straße vom Jahr des Mauerbaus 1961 bis in die Gegenwart.

Die Neugestaltung des Gedenkstättenareals, mit einer Größe von 45.000 Quadratmetern, ist noch lange nicht abgeschlossen. Zum 20. Jahrestag desMauerfalls am 9. November 2009 soll ein Info-Pavillon eröffnet werden. Eine Fertigstellung der Gedenkstätte an der 1,3 Kilometer langen Bernauer Straße ist für den 50. Jahrestag des Mauerbaus am 13. August 2011 geplant.

Streckeninfos: Die Strecke führt vom S-Bahnhof Wollankstraße zunächst westlich von Bahntrasse und ehemaliger Grenze zur Grünthaler Straße, wo sie auf der Höhe der Esplanade durch die Unterführung hindurch auf die östliche Seite der Bahnanlagen abschwenkt. Dort folgt sie dem Grenzverlauf unter der Bösebrücke hindurch über den Schwedter Steg und die Schwedter Straße zum Mauerpark.

Info: Gedenkstätte Berliner Mauer

Öffnungszeiten: April bis Oktober 10 – 18 Uhr

November bis März 10 – 17 Uhr / Eintritt frei



--------------------------------------------------------------------------------
Bookmark setzen - - - Druckversion - - - Seite weiterempfehlen
--------------------------------------------------------------------------------


Bookmark bei: Oneview Bookmark bei: Mr. Wong Bookmark bei: Webnews Bookmark bei: Linkarena Bookmark bei: Newsider Bookmark bei: Readster Bookmark bei: Yigg Bookmark bei: Digg Bookmark bei: Del.icio.us Bookmark bei: StumbleUpon Bookmark bei: Yahoo Bookmark bei: Google Bookmark bei: Blinklist Bookmark bei: Technorati

 

Berlin-Magazin.info ist ein Internet-Magazin von Hayit Medien, einer Unit von Mundo Marketing GmbH

Anzeige