| |
Das attraktive Beratungsteam macht einen Besuch im Globe Store lohnenswert © The Globe Store |
Die Nürnberger Straße, eine Seitenstraße der Kurfürstendamms, führte längere Zeit ein Schattendasein. Mit der Eröffnung des Hotels „Ellington" im ehemaligen Feminapalast änderte sich das. Nun eröffnete in der Nürnberger Straße 16 das erste Millionär-Kaufhaus. Für Berlin, das gemeinhin als arme Stadt gilt, eine verwegene Idee.
Die Kunden des neueröffneten „The Globe Stores" kümmern sich kaum um den Preis der Produkte. Ein Oldtimer für 9 500 000 Euro? Eine brillantenbesetzte Computermaus für 18 000 Euro? Oder soll es ein Stück originaler WM-Rasen für 600 Euro sein? Entscheidend für diese Klientel ist die Qualität und der „Most-Wanted-Faktor“. Der Besuch des winzigen Luxus-Kaufhauses kann allerdings auch mit kleiner Brieftasche sehr witzig sein.
(Fast) jeder Wunsch wird erfüllt
Zunächst erfüllt das feine Geschäftskonzept jedoch jeden Wunsch, den das Herz begehrt. Alles was dort ausgestellt ist, mag es noch so teuer sein, ist selbstverständlich käuflich. Man akzeptiert jedoch keine EC-Karten. „Die seien leider nur bis 2 500 Euro funktional“, so Geschäftsführer Christian Thomas (35). Doch über den normalen Verkauf hinaus bieten „The Globe Stores“ eine außergewöhnliche Serviceleistung: „The Globe Concierge“.
| |
Auch brilliantbesetzte Computermäuse finden hier Käufer. © The Globe Store |
Die Wünsche-Erfüller
In der edlen Boutique gilt ein Goldenes Gebot: „Jeder im Team arbeitet 24 Stunden daran Wünsche zu erfüllen. Wir versuchen selbst ausgefallenen und seltsamen Wünschen prompt und effizient nachzukommen“, so der Geschäftsführer Christian Thomas. Dabei seien solche Dinge, wie die Anfragen der gut betuchten Stammklientel, nach vergriffenen Designer-Handtaschen aus Mailand oder die Symphoniekonzertkarten für den Wochenendtrip nach London noch einfachste Dinge.
Das Geschäft ist ein hypermoderner Basar mit „Personal Assistance Service“ für den zeitknappen Kunden.
Christian Thomas: „Wir betrachten das als Herausforderung und Ehrensache. Das Wort „nein“ ist in unserem Haus verpönt. Wir haben im Gegensatz zu anderen Concierge Service Anbietern eine Erfolgsquote von 99,6 Prozent. Wir wollen unseren Kunden entlasten, denn die meisten Kunden besitzen fast alles außer Zeit." Dabei spiele es trotz seiner kostspieligen Produktpalette keine Rolle, ob der Interessent 20 oder 20 000 Euro ausgeben wolle. „Wir investieren für jeden Wunsch dieselbe Mühe."
Der „The Globe Concierge“ macht fast Unmögliches möglich: Er treibt Karten für ausverkaufte Vorstellungen und Sportveranstaltungen auf, lässt zu nachtschlafender Zeit exotische Geschenke herbeischaffen und öffnet verschlossene Museumstüren an Ruhetagen. „Natürlich nicht umsonst“, so der Geschäftsführer, „doch benötigen sie im Gegensatz zu anderen Serviceanbietern keine Mitgliedschaft, die sowieso nur teuer ist und in den meisten Fällen nicht zum gewünschten Erfolg führt.“
Trotz des Mottos: „Alles hören, alles sehen, nichts verlauten lassen“, verrät er uns auf Nachfrage: „Die Computer-Maus verkaufe sich trotz fünfstelligem Preis gut. „Ein Herr hat sie für seine Frau gekauft." Die habe sich natürlich sehr gefreut. Das ist dekadent? Im „The Globe Store“ hat man zu solch wundervoll teuren Produkten eine ganz einfache Einstellung. „Ach, staunen möchte doch jeder. Und heute wird man so leicht vom Niemand zum Millionär. Und umgekehrt."
The Globe Stores GmbH
Nürnberger Straße 16
10789 Berlin
www.TheGlobeStores.com
Geöffnet: Di-Sa 12-20 Uhr