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Holocaust-Mahnmal


Das Holcaustmahnmal in der Nähe des Brandenburger Tors und des Reichtages ist ein wichtiger Ort der Erinnerung geworden. Millionen von Menschen besuchen ihn. © Land Berlin /Thie

Die Errichtung einer zentralen Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus – das Holocaust-Mahnmal – welches in unmittelbarer Nähe zum Brandenburger Tor in den ehemaligen Ministergärten entstanden ist, war jahrelang Anlass für parteiübergreifende Streit und Diskussionen.

Unter der Aegide des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl wurde der Entwurf des Amerikaners Peter Eisenmann ausgewählt.
Der Umgang mit diesem Mahnmal, das nur in geringer Entfernung von der ehemaligen hitlerschen Reichskanzlei steht und am 10. Mai 2005 eingeweiht wurde, erfordert eine besondere Sensibilität.

Auf dem 19.000 qm² großem Gelände fügen sich 2.711 je 95 Zentimeter tiefe, 2,38 Meter breite nur in der Höhe unterschiedliche Betonstelen optisch zu einem Feld zusammen.

„Dieses Feld spricht die Sprache der Stille“ sagt der Architekt. Es entwickelt eine neue Idee der Erinnerung, die sich deutlich von Nostalgie unterscheidet. Die Initiatoren des Denkmals, die Publizistin Lea Rosh und der Historiker Prof. Dr. Eberhard Jäckel haben erreicht, dass die Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem erstmals die ca. 4,5 Millionen Namen, die dort gespeichert sind, für die Berliner Gedenkstätte zur Verfügung stellte.

Die Namen werden im „Raum der Namen“, der sich in dem unterirdischen „Ort der Information“ befindet, unablässig verlesen. Um alle zu erfahren, müsste der Besucher 105 Tage und Nächte in diesem Raum zubringen.

Seit August 2001 hatte der Förderverein in einer bundesweiten Kampagne Geld zur Errichtung des Mahnmals gesammelt. Am 4. April 2003 begann der Bau des Mahnmals für die ermordeten Juden Europas und Ende 2004 wurde die letzte Stele gesetzt sowie der Innenausbau beendet.

Seit Anfang des Jahres 2005 wurden die Ausstellungseinbauten in vollem Gange betrieben, so dass das Mahnmal am 10. Mai 2005 feierlich eröffnet werden konnte. Die Gesamtkosten für das Denkmal, dessen Tag und Nacht zugängliches Stelenfeld inzwischen von bis zu 10.000 Gästen täglich besucht wird, beliefen sich auf ca. 27,6 Mio. Euro. Das Mahnmal und der unterirdische „Ort der Information“ verzeichneten im ersten Jahr schon mehr als 3,5 Millionen Besucher.

Informationen unter: www.holocaust-denkmal-berlin.de

Holocaust-Denkmal der ermordeten Juden Europas

Ebert/Ecke Wilhelmstraße

Informationen und Buchungen:
Mo-Fr 10-16 Uhr
Tel.: 030-28 04 59 - 61/ 60
Fax: 030-28 04 59 - 63

 


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