Harald Glööckler von Maulbronn über Berlin nach Japan
Wenn es eines Beweises bedarf, dass Berlin zu den "Creative Cities" gehört, dann ist Harald Glööckler das lebendige Beispiel dafür. Seit neuestem ist der findige Modedesigner auch in Japan aktiv. Und zwar in einem japanischen Homeshoppingsender.
Dies frei nach dem Credo: „Mit Haute Couture kann man heute kein Geld verdienen“, denn davon ist Harald Glööckler überzeugt. Kaum einer der großen internationalen Designer ist finanziell in der Lage, unabhängig von einem Konzern zu arbeiten – ganz anders Harald Glööckler. Der aus Baden-Württemberg stammende Berliner Modemacher steht auf eigenen Füßen und verbindet dabei künstlerischen und kommerziellen Erfolg.
Glamour und Exzentrik Gööcklers Name steht in der Welt der Mode für Glamour und Exzentrik, für Prunk und Pracht, für Eleganz und den unbedingten Mut zur Schönheit. Nicht umsonst nennt er sein Label "Pompöös". „Harald Glööckler ist ein Vulkan voller Ideen“, weiss Filmlegende Gina Lollobrigida zu berichten. Und die Zeitschrift Cosmopolitan meint, dass Harald Glööckler„der Paradiesvogel unter den Couturiers“ sei.
Bekannt wurde der Name durch spektakuläre Haute Couture-Shows; durch Prominente, die seine Kreationen tragen, aber auch dadurch, dass Harald Glööckler die Haute Couture vom Himmel der Stars auf die Erde der Normalsterblichen holte.
Aus diesem Grund ist sich Glööckler, der aus Maulbronn stammt, nicht zu fein, seine Mode unter anderem auch bei Homeshoppingkanal HSE24 zu verkaufen.
Seine edle, tragbare Kollektion entwirft der Modedesigner exklusiv für die Kundinnen von HSE24. Durch die hohen Stückzahlen wird die Mode bezahlbar. Glööckler lässt es sich im übrigen nicht nehmen, seine Mode dann auch selbst zu präsentieren: Wer den Star einmal bei seinen Auftritten im Studio gesehen hat, spürt, dass hier ein Profi am Werk ist. Er überzeugt sein Publikum durch seine ernsthafte Begeisterung für Mode, für Schönheit und Qualität.
Colaflasche statt Baumstamm Außerdem gibt es Glööcklers Kreationen für realistische Konfektionsgrößen, denn bekanntlich hat nicht jede Frau Größe 36 – eine Tatsache, die oft genug übersehen wird. Nicht von Harald Glööckler. Dabei kommt ihm die aktuelle Größenentwicklung durchaus entgegen: „Für mich ist ein Frauenkörper wie eine Cola- Flasche geformt, nicht wie ein Baumstamm.“ „Ich bin kein verspinnerter Künstler, der den halben Tag mit dem Champagner-Glas durchs Atelier torkelt“, so Harald Glööckler. „Ich bin Realist.“ Und weil das so ist, ist er heute in der Lage, seinen Traum in der Wirklichkeit zu leben. Mittlerweile wohnt und arbeitet er in Berlin.
Die großzügige Wohnung in Charlottenburg, sein Atelier und sein Showroom – Rokoko-Träume des 21. Jahrhunderts. Aus diesem Kosmos schickt er Grüße an die Frauen in der ganzen Welt.
Wie jetzt beispielsweise in Japan: als erster deutscher Modemacher stellte er seine Kollektionen mit zwei eigenen Sendungen auf Shop Channel, dem größten Homeshopping-Sender Japans, vor. Damit erreichte er rund 22 Millionen japanische Haushalte. Bereits seit etwa einem Jahr erreichen den Couturier vermehrt Nachfragen aus Japan. Harald Glööckler: „Mein barocker Look scheint dort besonders gut zu gefallen“.
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