Eine Branche ist verliebt in Berlin | |  | |  "Die fetten Jahre sind vorbei" und "Good bye Lenin" sind nur zwei von vielen Filmen, die in den letzten Jahren in Berlin entstanden sind. © Filmverleih / X - Film
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Inzwischen bestreitet die Film- und Fernsehbranche in der Hauptstadtregion mit 13.000 Beschäftigten ein Viertel aller deutschen Produktionen. Mit einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro pro Jahr ist sie wichtige Wirtschafts- und Wachstumsbranche.
Und sie produziert Qualität: Viele hier entstandene, unkonventionelle Streifen haben in den letzten Jahren dem Neuen Deutschen Film Auftrieb gegeben.
Qualität aus der Bundeshauptstadt Die Ost-West-Komödie „Good bye, Lenin“ mit Publikumsliebling Daniel Brühl zum Beispiel, die allein in Deutschland über sechs Millionen Zuschauer in die Kinos lockte. Hans Weingartners „Die fetten Jahre sind vorbei“ schaffte es als erster deutscher Film wieder in den Wettbewerb von Cannes, und „Das Leben der Anderen“ wurde siebenfach mit dem Deutschen Filmpreis 2006 und mit dem Oscar 2007 ausgezeichnet.
Zugleich entstehen hier internationale Produktionen wie Polanskis Welterfolg „Der Pianist“, Jodie Fosters „Flight Plan“ oder Jacky Chans „In 80 Tagen um die Welt.“
Fernsehen wird immer wichtiger Eine wichtige Rolle spielt die Hauptstadtregion aber auch als TV-Standort. Viele deutsche Fernsehsender wie RBB, SAT.1, MTV, VIVA, N24 und Deutsche Welle haben ihren Hauptsitz in Berlin oder Babelsberg, ARD, ZDF, RTL, NTV und zahlreiche ausländische Fernsehsender wie CNN unterhalten hier ein Hauptstadtstudio. Nach dem Erfolg von Fernsehserien wie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, die RTL in Babelsberg produziert, traten inzwischen auch die Telenovelas von Berlin aus ihren Siegeszug an.
Verliebt in Berlin SAT.1 Soap Allen voran „Verliebt in Berlin“. Der Name des Erfolgsformats ist Programm: Vom Flair der Metropole versprechen sich die Macher nicht nur einen ästhetischen prickelnden Mehrwert – manchmal scheint es, als sei auch die Film- und Fernsehbranche selbst in Berlin verliebt.
Ausbildungsstätten für Filmemacher Nicht umsonst zieht sie immer mehr Nachwuchstalente an. Für deren Ausbildung sorgen neben den Filmhochschulen DFFB in Berlin und der Filmhochschule Konrad Wolf in Potsdam-Babelsberg die mehr als dreißig medienbezogenen Studiengänge der Berliner Universitäten.
„In der Hauptstadtregion hat sich in den letzten Jahren ein produktives, künstlerisches und kreatives Potenzial entwickelt, wie es in dieser Konzentration in Deutschland sonst kaum zu finden ist“, konstatiert Kirsten Niehuus, Chefin der Filmförderung in Berlin-Brandenburg.
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