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Eisbär Knut bekommt besseres Essen als die Kinder am Besucherzaun

Großer Freizeitpark-Test: Bei der Ernährung hört der Spaß auf! Mit dem Slogan „Das perfekte Vergnügen für die ganze Familie“ werben Spaßlandschaften in ganz Deutschland, von Hansa-Park bis Legoland. Die Wahrheit ist: Beim Essen hört der Spaß auf! Vor allem Kinder werden zu ungesunder Ernährung verführt. Die Tester haben auch den Berliner Zoo unter die Lupe genommen.

Das zeigt eine große Untersuchung von HEALTHY LIVING. Die Gesundheitszeitschrift hat in Zusammenarbeit mit der bekannten Ernährungswissenschaftlerin Dagmar von Cramm bundesweit Freizeitpark-Gastronomien überprüft und kommt zu erschreckenden Ergebnissen.

Viel zu fett, viel zu süß
Das Nahrungsangebot in den meisten Parks ist viel zu fett, zu süß und zu einseitig.
Freizeitparks unterstützen falsche Ernährungsgewohnheiten gerade bei Kindern.
Die überwiegende Anzahl der Parkbetreiber werden ihrer Verantwortung für die Gesundheit der Kinder nicht gerecht.

Pommes, Pizza, Würstchen
Auf der Hitliste der meist-konsumierten Speisen rangieren wahlweise Pommes, Pizza, Würstchen, Eis und Waffeln auf den ersten Rängen.

Knut ist besser dran
„Knut, der kleine Eisbär aus dem Berliner Zoo, verputzt dagegen so vitaminreiche und gesunde Kost, als hätte die Deutsche Gesellschaft für Ernährung seinen Speiseplan zusammengestellt", sagt HEALTHY LIVING-Chefredakteur Walter Dreher.

„Währenddessen tropfen vor dem Gehege Schoko-Eis und Pommes-Sauce auf Kinderhände."

Gesamttrend
Dieses alarmierende Missverhältnis steht leider für einen bundesweiten Gesamttrend. Und das in Zeiten, in denen Ernährungsexperten die alarmierend steigende Zahl übergewichtiger Jugendlicher beklagen.

Kein gesundes Essen
Insgesamt bleibt das Ernährungsangebot in den getesteten Vergnügungszentren eklatant hinter allen Standards für gesundes Essen zurück.

Insbesondere die Kinderkarte besteht in der Regel nur aus Kalorienbomben: Meist fehlt die Salat- oder Gemüsebeilage auf dem Kinderteller ganz.

Auch auf der Getränkekarte finden sich fast ausnahmslos zuckerhaltige Dickmacher; gesunde Schorlen, Tees oder frisch gepresste Obstsäfte suchen Eltern dagegen vergebens.

Ausnahmen
Trotz des insgesamt ungesunden Essens in Freizeitparks lässt die HEALTHY LIVING-Untersuchung auch ein paar rühmliche Ausnahmen erkennen:

Der Tierpark Arche Warder, der zu 80 Prozent Bio-Küche anbietet, oder den Hansa-Park. Einige weitere Betreiber haben ihre Angebotspalette um den Aspekt „gesund" erweitert:

Getestet wurde das Speise-Angebot folgender Parks auf den Gesundheitswert für die Gesundheit: Zoo Berlin, Arche Warder, Hansa-Park, Heide-Park Soltau, Phantasialand Brühl, Belantis, Legoland Günzburg, Europa-Park und Ravensburger Spieleland.

Die Redaktion wertete zunächst die Daten der Freizeiteinrichtungen zum jeweiligen gastronomischen Angebot aus und entsandte zusätzlich Test-Familien, die jeden Park auf 30 Kriterien überprüften.

Grundlage dafür war eine ernährungswissenschaftliche Checkliste von Dagmar von Cramm.

 




So sieht die Auswertung für den ZOO aus.@ Healthy Living


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