Sandy Dauenhauer Junges Nachwuchstalent
von Frank Tetzel
berlin-magazin.info beschreibt in unregelmäßigen Abständen unter der Rubrik „Berliner Köpfe“ Menschen, die bewegen. Ob im Großen oder Kleinen spielt dabei keine Rolle. Sandy Dauenhauer ist solch ein Berliner Kopf. Neulich, bei der Buchpräsentation zu „aftershock“ in der Berliner Bertelsmann Repräsentanz, ist sie mir aufgefallen. Zunächst gar nicht, die eher zurückhaltend wirkende Person, sondern ihre Stimme. Unglaublich präsent und angenehm, so dass ich bei der Lesung die Augen schloss, um mich auf das wunderbare Timbre der Nachwuchsschaupielerin konzentrieren zu können. Es passiert selten, dass der gelesene Text und die Stimme so im Einklang sind. Wer ist die Person dahinter? Wer ist diese Stimme?
Schauspielerin
Sandy Dauenhauer, geboren 1984 in Wiesbaden, lebt in Berlin und ist Schauspielerin. Sie spielt unter anderem im Theater Morgenstern. Doch Rolle ist Rolle – und was macht die junge Frau wenn sie nicht spielt oder gerade ihre Texte lernen muss? Letzteres wie sie selbst sagt am liebsten im Bett in ihrer zwei –Zimmer-Wohnung im Bötzowviertel. Übrigens scheint letzteres, also ihr Bett, und nicht eine bekannte Location, ihr Lieblingsplatz in Berlin zu sein. „Da kann ich am besten Gedichte schreiben, nachdenken, Texte auswendig lernen, Musik hören, meine pinken Wände anstarren oder - ganz wichtig – schlafen!“
Ihre Lieblingsliteratur? Dostojewski am liebsten hin und wieder zu Musik von Chopin. Aber nicht nur die findet man in ihrer CD-Sammlung: Radiohead hört sie gern, die Sterne, the Dresden Dolls und auch in der Berliner Clubszene ist die 25 jährige keine Unbekannte. Regelmäßig legt sie electro im Schokoladen auf.
Bötzowviertel und Schokoladen
Ihren Kiez, das Bötzowviertel schätzt die junge Schauspielerin sehr: „ es ist ruhig, doch in wenigen Minuten bin ich in der quirligen Mitte von Berlin.“ Da trifft man sie hin und wieder in ihrem Lieblingslokal, dem Schokoladen am Rosenthaler Platz. Auf die typische Journalistenfrage, wen sie sich denn gern als Nachbarn wünscht, nannte sie zwei Vorbilder, nämlich Katharina Thalbach und Helge Schneider, wobei beim letzteren nicht ganz klar war ob seines musikalischen oder wegen des komischen Talents.
Sängerin vor tausend Menschen
Auf keinen Fall möchte sie Roland Koch, George Walker Bush oder ihren Chef als Nachbarn. „Meinen Chef natürlich nicht aus politischen Gründen, sondern weil er mein Chef ist. Das reicht als Begründung.,“ fügt sie hinzu. Ihr bisher größter Erfolg war die Tour mit Gerhard Schöne. „Ich durfte dort als Sängerin mitfahren und hatte so die Möglichkeit auch mal vor 1000 Leuten zu singen. Das war toll. – Und diesen Sommer darf ich wieder mit! Natürlich wollten wir von berlin-magazin.info wissen, was denn der größte Patzer gewesen ist: „Meine größte Pleite war, dass ich mal ein wichtiges Vortanzen, für eine Hauptrolle in einem Musical, durch einen Lachanfall verpatzt habe. Sehr peinlich..“
Es ist gut eine Freundin wie mich zu haben!
Schauspielen möchte ich gerne mal mit Katharina Thalbach, Veronica Ferres, David Winter und Helge Schneider und ich will natürlich noch ein Duett mit Nina Hagen singen, sie weiß nur noch nichts davon., fügt sie verschmitzt hinzu. Und die Pläne für 2009? Einfach weiter machen, was ich angefangen habe. Singen, als Schauspielerin weiterkommen, oft auf der Bühne stehen, vielleicht mal einen Film drehen und meinem Freund zeigen, dass es gut ist, eine Freundin, wie mich zu haben!
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