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BVG - Berliner Verkehrsbetriebe

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) sind das größte kommunale Verkehrsunternehmen Deutschlands. Jährlich werden fast eine Milliarde Fahrgäste in den U-Bahnen, Straßenbahnen und Bussen des Unternehmens befördert.

Natürlich wird gerade in der deutschen Hauptstadt viel über die „Be vau jee“ geschimpft. Aber das wundert nicht, bei einem Unternehmen, dass so stark im Rampenlicht der Öffentlichkeit steht. Mal sind die Busfahrer zu pampig, mal fahren sie zu schnell, dem anderen fahren sie zu langsam. „So is det", bei diesem Urberliner Unternehmen, das inzwischen seit über 75 Jahren die deutsche Hauptstadt bewegt.

Die Betriebsaufnahme der BVG erfolgte am 1. Januar 1929, als die drei städtischen Verkehrsgesellschaften ABOAG (Omnibus), Gesellschaft für Elektrische Hoch- und Untergrundbahnen und der Berliner Straßenbahn-Betriebs-GmbH, zusammengeführt wurden. Untergrund- und Straßenbahnen gab es natürlich schon länger in der deutschen Hauptstadt. Schon 1902 waren die ersten Züge auf der Strecke zwischen Warschauer Straße und Bahnhof Zoo unterwegs, damals noch privat betrieben von der Firma Siemens und Halske.

Wichtigster Teil des U-Bahnnetzes bis in die dreißiger Jahre
Bis in die dreißiger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts wurden die wichtigsten Linien gebaut. Der Zweite Weltkrieg, die Teilung der Stadt in Sektorengrenzen und der Mauerbau 1961 zerstörten und teilten das städtische U-Bahnnetz.

Unterschiedliche Entwicklungen
Im Westteil Berlins entstanden als Nord-Südverbindung die U-Bahnlinie 9. Die U 7 verbindet als längste durchgehende U-Bahnlinie Deutschlands Rudow mit Spandau. Rund einhundert Kilometer neue U-Bahnnetze wurden damals gebaut. In Berlin verlängerte man die heutige U 5 bis nach Hönow. Nach dem Fall der Mauer machte man sich zunächst daran, die Netze wieder zusammenzuschließen und die zahlreichen Geisterbahnhöfe – in denen zu Mauerzeiten höchstens ein paar Grenzsoldaten Wache schoben – wieder an das öffentliche Netz des Personennahverkehrs anzuschließen.

Neue U-Bahnlinie
Nach dem Mauerfall wurden die Pläne zur Verlängerung der U 5 wieder aufgegriffen, die es bereits seit den 1930er Jahren gab. Damals wurde über die Verlängerung der jetzigen U 5 vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor nachgedacht. Ein Teil dieser Strecke – die U 55 ist mit ihren Tunnelanlagen schon fertig gestellt – wird aber noch nicht befahren. Dafür findet hin und wieder das ein oder andere Event in den unterirdischen Katakomben statt.

Während der deutschen Teilung verfolgte man in den beiden Stadthälften zwei völlig unterschiedliche Verkehrskonzepte. So gab man im Westen der geteilten Stadt die Tram als Verkehrsmittel vollkommen auf, während sie – wenigstens in den Ostberliner Innenstadtbezirken – integraler Bestandteil des Öffentlichen Personennahverkehrs blieb.

In Ost-Berlin entstand der VEB Kombinat Berliner Verkehrsbetriebe (BVB), unter dessen Dach die Betriebe der Straßenbahnen, U-Bahnen, Busse und der Weißen Flotte sowie die Taxis vereinigt wurden.

Wieder einmal fusioniert
Nach dem Fall der Mauer wurden die BVG West und die BVB Ost Anfang 1992 miteinander  fusioniert. Die Taxis gehörten nicht mehr dazu, und auch von der Weißen Flotte musste sich die BVG nach einem Beschluss des Senats trennen.

Eine enorme Aufgabe hatten die Verantwortlichen der BVG nach dem Mauerfall in der nun wiedervereinigten Hauptstadt zu schultern. Zum einen waren riesige Summen in die Infrastruktur zu investieren, da die BVG Eigentümerin der Schienenwege und Bahnhöfe ist.

Sanierung
Darüber hinaus mussten und müssen Stellen abgebaut und die Produktivität des Unternehmens gesteigert werden. Hintergrund: Seit einigen Jahren herrscht auch im Personennahverkehr Wettbewerb, und das größte Verkehrsunternehmen drücken Schulden im dreistelligen Millionenbereich.

Die Sanierungsbemühungen dauern noch an, denn das Unternehmen soll in den kommenden Jahren für den Wettbewerb fit gemacht werden. Ein neuer Verkehrsvertrag soll von 2008 an bis zum Jahre 2020 laufen und wird gerade ausgehandelt.

Die BVG wickelt rund drei Viertel des öffentlichen Personennahverkehrs der deutschen Hauptstadt mit ihren 3,4 Millionen Einwohnern ab. Etwas über 11.300 Mitarbeiter kümmern sich um den Verkehr auf 144 Kilometern U-Bahnlinien, auf 170 Bahnhöfen, 190 Kilometern Straßenbahnlinien mit 377 Haltestellen, auf 147 Buslinien mit über 1600 Kilometern Linienlänge und 2627 Haltestellen – rund um die Uhr.

 

BVG - Kontakt:
www.bvg.de

 

 



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