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Berliner Dom


Der Berliner Dom steht am nördlichen Ende des Lustgartens.
© Berlin Partner/FTB-Werbefotografie


Die „Hauptkirche des preußischen Protestantismus" wurde sie genannt, die evangelische Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin, kurz: der Berliner Dom.

Der Dom erhebt sich an der nördlichen Seite des Lustgartens, wo sich auch das Hauptportal befindet. Er liegt nur wenige Meter entfernt von den Resten des Palastes der Republik, der zur Zeit abgerissen wird.

Auch wenn der heutige Bau gerade einmal hundert Jahre alt ist, so lassen sich die Vorgängerbauten bis ins 16. Jahrhundert hinein verfolgen. Seit 1536 sind die Kirchen und all ihre Nachfolgebauten die Begräbniskirche des Geschlechts der Hohenzollern. In der Hohenzollerngruft sind 94 Bestattungen von Mitgliedern des Hauses Hohenzollern vom Ende des 16. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts vorgenommen worden.

Nahezu die gesamte Familie des großen Kurfürsten sowie die Könige Friedrich I. und Friedrich Wilhelm II. mit ihren Frauen sind hier beigesetzt worden. Aber auch Sophie Dorothea, gestorben 1757, die Mutter Friedrichs des Großen und seine Ehefrau Elisabeth Christine, gestorben 1797, sowie der legendäre Prinz Louis Ferdinand, gestorben 1806, fanden hier ihre letzte Ruhestätte.

Neubau Ende des 19. Jahrhunderts
Während des 19. Jahrhunderts führte man die Diskussion, ob der bestehende schlichte Dom den Ansprüchen der preußisch-deutschen Monarchie genügte. Auch weil der Dom durch Grundwasser und das Wasser, der in der Nähe gelegenen Spree in seinen Fundamenten bedroht war, veranlasste der deutsche Kaiser Wilhelm II. schließlich den Abriss des alten Domes.

Julius Raschdorff wurde mit dem Entwurf und Bau einer neuen Hauptkirche im Stile der italienischen Hochrenaissance beauftragt. Grundsteinlegung war 1894. Und am 27. Februar 1905 wurde der Berliner Dom feierlich geweiht. Schon damals wurde die Monumentalität der Kirche kritisiert.

Den Zweiten Weltkrieg überstand das Gotteshaus schwer beschädigt, wurde aber nicht, wie das benachbarte Stadtschloss, gesprengt, sondern seit 1974 wieder aufgebaut.

Wiederaufbau nach dem Krieg
Zwanzig Jahre dauerte der Wiederaufbau während DDR-Zeiten, wobei einige Vereinfachungen und Glättungen vorgenommen wurden. So ist die Kuppel nicht die originale aus dem Jahre 1905. Und auch die Denkmalkirche, die in DDR-Zeiten als Verherrlichung preußisch-militaristischer Tugenden galt und die sich apsisartig im Norden zur Spree hin dem Dom anschloss, wurde in den siebziger Jahren gesprengt.

Erst 2002 war der Wiederaufbau komplett abgeschlossen. Das goldene Kuppelkreuz des Berliner Doms musste Anfang Dezember 2006 für Renovierungsarbeiten abgenommen werden.

„Die rund 15 Meter hohe und 11 Tonnen schwere Stahl-Kupfer-Konstruktion weise massive Korrosionsschäden auf und sei nicht mehr zu renovieren,“ bestätigte die Vorsitzende des Domkirchenkollegiums, Irmgard Schwaetzer. Die Kosten für ein neues Kuppelkreuz werden auf mindestens 700.000 Euro geschätzt.

Heute finden im Berliner Dom wieder Gottesdienste und Konzerte statt. Dabei werden die Gläubigen von einer Orgel aus der Orgelbauwerkstatt Sauer begleitet. Die Mosaiken in der Kuppel lenken regelmäßig staunenden Blicke nach oben.

 

Berliner Dom
Lustgarten 1
10178 Berlin
Tel.: 030-20269128
Fax: 030-20269122
Info@berliner-dom.de
www.berliner-dom.de

 

Eintritt:
5 Euro, ermäßigt 3 Euro (Domerhaltungsgebühr)

Öffungszeiten:
Kuppelrundgang (270 Stufen) 9-20 Uhr , von Oktober bis März bis 17 Uhr

Predigtkirche / Fürstengruft
Montags bis Samstags 9-20 Uhr, von Oktober bis März bis 19 Uhr
Sonntags und feiertags von 12-20 Uhr bzw. 19 Uhr
Keine Besichtigung während der Gottesdienste und anderer Veranstaltungen.

Domführungen:
Information und Anmeldung unter Tel: 030-20269 119

Verkehrsanbindung:
S-Bahn: Haltestelle „Hackescher Markt": S 3, S 5, S 7, S 75, S 9

Bus: „Lustgarten": 100, 200, N2, „Staatsoper": 100, 200, N2, TXL

Tram-Haltestellen: „Spandauer Str./Marienkirche": M 4, M 5, M 6; 
„Hackescher Markt": M 1, M 2, M 4, M 5, M 6



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