Unter den Linden

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Unter den Linden

Eines der meistfotografierten S-Bahn Schilder Berlins: Unter den Linden (Foto: tintnetmilou)

Sie ist wohl eine der bekanntesten Straßen Europas und man kann sie durchaus in einem Atemzug mit der Champs d'Élysées in Paris nennen. „Unter den Linden“ ist mehr als nur eine Straße. Wenn ein Ort Geschichte und Geschichten erzählen kann, dann dieser. Hier sind preußische und deutsche Geschichte Stein geworden und zugleich an vielen Orten des Boulevards sehr lebendig.

„Unter den Linden“ führt von der Schlossbrücke bis zum am Brandenburger Tor gelegenen Pariser Platz. Die Straße ist rund anderthalb Kilometer lang und etwa sechzig Meter breit. An ihr reihen sich, wie an einer Perlschnur, wichtige Sehenswürdigkeiten Berlins auf. Während der Kurfürstendamm im Westen Einkaufsstraße ist, bieten die Linden vorwiegend Pracht- und Repräsentationsbauten.

Reit- und Jagdweg für den Kurfürsten


Die Ursprünge der Linden gehen bis in das Jahr 1573 zurück, als Kurfürst Johann Georg einen Reit- und Jagdweg anlegen ließ, der in den westlich gelegenen Tiergarten führte.

Rund 80 Jahre später, 1647, wurde der Weg befestigt und an dessen Seite auf etwa 950 Metern mit Nussbäumen und Linden bepflanzt.

In Holland war diese Art der Bepflanzung damals en vogue und gelangte wohl über die preußischen Besitzungen Jülich und Mark im Westen des Heiligen Römischen Reiches Teutscher Nation, nach Berlin.

Auf alle Fälle weiß man heute, dass die hiesigen Förstereien wohl einige Schwierigkeiten hatten, derart viele Bäume heranzuziehen.

Blick von der Schlossbrücke auf das Haus des Kommandanten mit der Adresse Unter den Linden 1 (Foto: Bertelsmann)

Jotwede

Zunächst lag die Straße außerhalb der Berliner Befestigungsmauern, doch durch den stetigen Bevölkerungszuwachs wurden die Stadtmauern immer weiter nach Westen verlegt.

Der Kurfürst überließ es seiner Frau Dorothea den westlichen Teil der Straße, der außerhalb der Befestigungsanlagen lag, zu parzellieren und zu vermarkten. Die Nachfrage nach Grundstücken war groß und mit der Dorotheenstadt war ein neuer Stadtteil des alten Berlins geboren. Es waren vor allem Hugenotten, die sich in diesem neuen Viertel ansiedelten, nicht in Palästen und Repräsentationsbauten, sondern in soliden Häusern.

Akademien


Schon 1696 wurde an der Straße eine Akademie der Künste und vier Jahre später eine Akademie der Wissenschaft gegründet, aber etwa dreißig Jahre später an die Breite Straße verlegt.

Immer mehr öffentliche Gebäude entstanden.Durch den Bau der Lietzenburg, der späteren Charlottenburg, wurde die Straße häufiger genutzt, da sich das Schloss außerhalb der Stadt befand und dort viele Gesellschaften stattfanden.

Allerdings: Noch hatte Nutzvieh Auslauf auf dem späteren Prachtboulevard, das den damaligen Herrscher so ärgerte, dass Friedrich I. König in Preußen eine Verordnung erließ, dass jeder Hausbesitzer Unter den Linden auf Sauberkeit vor seinem Haus achten sollte.

Unter den Linden 1


Unter den Linden 1, was für eine Adresse auf der südlichen Seite der Straße: Heute Hauptstadtsitz und Repräsentanz des Bertelsmannkonzerns und der Bertelsmannstiftung in Berlin.

Früher war es das Haus des Kommandanten des auf der nördlichen Seite der Straße gelegenen Zeughauses, in dem die Waffen des preußischen Heeres gelagert wurden. Baubeginn 1706, Fertigstellung erst 1742.

Heute befindet sich in dem Gebäude das Deutsche Historische Museum.

Die Neue Wache wurde nach den Plänen von Schinkel erbaut. Die „Mutter mit ihrem Sohn" ist eine vergrößerte Kopie eine Käthe Kollwitz Skulptur (Foto: Frank Tetzel)

Neue Wache

Zwischen dem Museum und der Humboldt Universität erhebt sich die Neue Wache. König Friedrich Wilhelm III. ließ sie zwischen 1816 und 1818 errichten.

Die Pläne für den Bau, der, obwohl auf relativ kleiner Grundfläche, durch die wuchtigen Säulen eine gewissen Monumentalität ausstrahlt, erarbeitete Karl Friedrich Schinkel.

Das Gebäude sollte neben seiner Funktion als Haupt- und Königswache, die sie bis 1918 behielt, gleichzeitig an die Gefallenen der napoleonischen Befreiungskriege erinnern.

Wechselvolle Geschichte


Nach dem Ersten Weltkrieg wurde sie Ehrenmal für die im Krieg gefallenen Soldaten.

Im Zweiten Weltkrieg wurde sie nahezu völlig zerstört. Zu DDR Zeiten wurde sie wiederaufgebaut und 1960 zum Mahnmal gegen den Totalitarismus und Faschismus.

Vor ihr standen am Tage stets zwei Soldaten des Wachregiments Friedrich Engels stramm. Sie bewachten symbolisch die ewige Flamme, die in der Mitte des Innenraums brannte. Ferner waren in das Gebäude die sterblichen Überreste eines unbekannten KZ-Häftlings und eines unbekannten Soldaten verbracht worden.

Pünktlich um 14.30 Uhr zog im preußischen Stechschritt des Arbeiter- und Bauernstaates zum sogenannten Großen Wachaufzug eine Ehrenformation auf. Ein damals viel beachtetes und fotografiertes militärisches Spektakel.

Seit dem Volktrauertag 1993 wird die Neue Wache als zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer des Krieges und der Gewaltherrschaft genutzt.

Bundeskanzler Helmut Kohl setze durch, dass im Innenraum eine überdimensional vergrößerte Kopie der Pietà „Mutter mit Ihrem Sohn" von Käthe Kollwitz aufgestellt wurde. Das Original befindet sich auf einem Soldatenfriedhof in Flandern.

Das Reiterstandbild Friedrich des Großen stammt von Rauch. Die DDR stellte es im Rahmen der Besinnung auf preußische Tugenden 1980 wieder auf. Mitte: Die Staatsoper ist Teil des Forum Fridericianum, auch Lindenforum genannt. Unten: Die Humbold-Uni liegt dem Forum gegenüber (Foto: Frank Tetzel)

Kronprinzenpalais

Auf der südlichen Straßenseite schließt sich die Hausnummer „Unter den Linden 1“, zunächst das Kronprinzenpalais an.

Der spätklassizistische Bau diente den Hohenzollern als Stadtpalais und wurde zwischen 1919 und 1939 als Abteilung für zeitgenössische Kunst der Nationalgalerie Berlin genutzt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Haus völlig zerstört und nach seinem Wiederaufbau 1968 als Gästehaus für Staatsgäste der DDR eingesetzt.

Heute wird das Haus, das innen im Stil der sechziger Jahre ausgestattet ist, für Ausstellungen genutzt.

Hier wurde am 31. August 1990 der Einigungsvertrag zwischen den Bundesrepublik und der DDR unterzeichnet.

Prinzessinnenpalais


Mit der Hausnummer Unter den Linden 5 folgt das ehemalige Prinzessinnenpalais, das heute eher unter dem Namen Opernpalais bekannt ist. Bis 1918 wohnten hier Mitglieder der königlichen Familie, nach Zerstörung im Zweiten Weltkrieg befindet sich heute das Operncafe in dem Gebäude.

Friedrich der Große


Das Gesicht der Straße wurde stark durch Friedrich den Großen geprägt.

Ab 1735 entstanden an der Stelle abgerissener Festungsanlagen nach Plänen des Architekten von Knobelsdorff ein Schmuckplatz, das königliche Opernhaus, die Königliche Bibliothek, im Berliner Volksmund auch Kommode genannt und, etwas versetzt am südlichen Ende des Platzes, die St.Hedwigs-Kathedrale und auf der gegenüberliegenden Seite das Prinz Heinrich Palais, das heute zur Humboldt-Universität gehört.

Dieses Ensemble wird Forum Fridericianum oder auch Lindenforum genannt.

Auf dem Mittelstreifen der Straße befindet sich das Reiterstandbild Friedrich des Großen. Der Bildhauer Christian Daniel Rauch schuf die Skulptur im 19. Jahrhundert. Der Sockel ist mit 74 Figuren besetzt, die Personen aus der Zeit und der Umgebung Friedrichs II. zeigen. Seit dem Jahre 1980 steht das Denkmal wieder in der Nähe seines ursprünglichen Standortes.

Oben: Die Königliche Bibliothek auf dem Bebelplatz wird auch Kommode genannt. Auf dem Platz, damals noch Opernplatz genannt, verbrannten die Nationalsozialisten den „Ungeist der Vergangenheit". Die in den Boden eingelassenen leeren Regale sollen daran erinnern. Ebenso wie die Gedenktafel (Foto: Frank Tetzel) <BR>Mitte:Beispielhaft für "Unter den Linden". Der Römische Hof erstrahlt wieder in neuem Glanz (Foto: vivico)

Bücherverbrennung

Auf dem Opernplatz, heute Bebelplatz, verbrannten am 10. Mai 1933 unter persönlicher Leitung des damaligen Gauleiters von Berlin, Joseph Goebels, den „Ungeist der Vergangenheit“, wie es damals hieß. Werke von Freud, Kästner und Tucholsky und vielen anderen gingen in Flammen auf. Die Rundfunkübertragung über diese gespenstische Inszenierung Goebbels Rede auf dem Opernplatz ist ein Zeitdokument.

Staatsbibliothek


Auf der nördlichen Straßenseite schließt sich mit der Hausnummer Unter den Linden 8 die Staatsbibliothek zu Berlin, die frühere Preußische Staatsbibliothek, an.

10 Millionen Bände und weitere 12 Millionen andere Medieneinheiten machen sie zur größten wissenschaftlichen Bibliothek im deutschen Sprachraum.

Zu den hier aufbewahrten Kostbarkeiten gehören die Handschrift des Textes der deutschen Nationalhymne von Hoffmann von Fallerleben, die größte Mozartsammlung der Welt und Handschriften der 5. und 9. Symphonie von Beethoven.

Altes Palais


Auf der südlichen Straßenseite, gegenüber der Staatsbibliothek, erhebt sich die Fassade des „Alten Palais“. Im Zweiten Weltkrieg ebenfalls zerstört, wurden lediglich die Außenmauern wieder aufgebaut.

Carl Friedrich Langhans errichtete 1834 bis 1837 für den Prinzen und späteren deutschen Kaiser Wilhelm I. dieses zweistöckige Gebäude. Er zog dieses eher bescheidene Haus dem Stadtschloss vor.

Aus dem Eckfenster beobachtete er häufig die Wachwechsel an der gegenüberliegenden Neuen Wache.

Das blieb auch den damaligen Berlin-Touristen nicht unentdeckt und so machte sich der Kaiser selbst zu einer Sehenswürdigkeit im alten Berlin, weil viele Menschen den Kaiser gucken kamen.

Gouverneurshaus
Neben dem Alten Palais steht das Gouverneurshaus, aber erst seit 1964. Das historische Haus befand sich ursprünglich in der Rathausstraße/Jüdenstraße.

1960 wurde das Gouverneurshaus dort abgerissen, 1964 erfolgte der Wiederaufbau an seinem heutigen Platz an der Straße Unter den Linden.

Ursprünglich war es 1721 fertiggestellt worden und vom Gouverneur von Berlin als Dienstsitz genutzt. Heute sind dort Räumlichkeiten der Humboldt-Universität zu finden.

Römischer Hof


Sehenswert, weil vorbildlich saniert, ist an der Ecke Charlottenstraße das Haus Unter den Linden 10, auf der nördlichen Seite der Prachtstraße.

Das Gebäude wurde 1865–67 als „Hôtel de Rome“ erbaut und 1910 von den Architekten Berndt & Lange als Bürohaus unter dem Namen „Römischer Hof“ neu errichtet.

Die klassizistische Fassade wird von Säulen und Pilastern geschmückt und fügt sich dennoch fast unauffällig in die Häuserzeile der „Linden“ zwischen Staatsbibliothek und Friedrichstraße ein.

Bereits vor Aufnahme der Sanierungsarbeiten am „Römischen Hof“, den sich der Projektentwickler Vivico namensrechtlich hat schützen lassen, konnten rund 50 Prozent der Mietfläche an „Italian Systems for Business SpA" (ISB) vermietet werden.

Unter dem Namen „Palazzo Italia" hat ISB hier ein Italien-Schaufenster eröffnet, in dem wirtschaftliche und kulturelle Leistungen Italiens präsentiert werden.

Auf rund 3.100 Quadratmetern produziert der Verlag Condé Nast hier das People Magazin Vanity Fair und den Titel AD Architecural Digest.

Repräsentanzen

Während den östliche Teil der Linden Repräsentationsbauten des Staates zieren, sind es im westlichen Teil hauptsächlich Wohn- und Geschäftshäuser.

Hier haben zahlreiche Konzerne ihre Berlin Repräsentanzen. VW ist mit einem Showroom an der südlichen Ecke Unter den Linden/Friedrichstraße vertreten. Überhaupt: Diese Straßenkreuzung ist sehr beliebt.

Neue Ecke


Auf der nördlichen Seite entsteht derzeit ein neues Gebäudeensemble. Der neue Komplex wird den historischen Stadtgrundriss, wie er bis 1945 existierte, wieder herstellen.

Auf dem Grundstück befand sich bis Ende des Zweiten Weltkriegs das „Café Victoria“. Das nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete Hotel ‘Unter den Linden’ wurde inzwischen abgerissen.

„Mit dem Neubau schließen wir eine große Lücke im Stadtbild und werten den Boulevard Unter den Linden weiter auf“, erklärte Ingeborg Junge-Reyer, Senatorin für Stadtentwicklung, anlässlich der Vertragsunterschrift mit dem Investor MEAG.

„Dies ist der Ort, an dem Berlin schon vor hundert Jahren Metropole war“, erläuterte Dr. Knut Riesmeier, Geschäftsführer der MEAG.

Der Neubau wird sich daher an den traditionellen Fassaden im Stil des Boulevards „Unter den Linden“ der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts orientieren.

Den internationalen Architekturwettbewerb für das Gebäude konnte das Büro Gerkan Marg Partner (gmp) für sich entscheiden. Das Büro hat auch den Berliner Hauptbahnhof und den Flughafen Tegel geplant.

Die drei unterschiedlich gestalteten Fassadenabschnitte an der Straße „Unter den Linden“ wurden von gmp sowie den Architekturbüros von Augusto Romano Burelli (Venedig) sowie von Petra und Paul Kahlfeldt (Berlin) gestaltet.

Nach der Fertigstellung Ende 2008 wird das achtgeschossige Gebäudeensemble rund 40.000 qm für Einzelhandel, Büros und Wohnungen bereitstellen.

Zollernhof


In den Zollernhof, Unter den Linden 36-38, ist das ZDF mit seinen Hauptstadtstudios eingezogen, die Ungarische Botschaft residiert in der Nummer 76 auf der nördlichen Seite der Prachtstraße. In der Nummer 42 ist das inzwischen über Berlin hinaus bekannte Café Einstein zu finden. Einige Gebäude werden hier auch vom Bundestag genutzt.

Die russische Botschaft steht schon seit 1837 an dieser Stelle. Nach dem Krieg ist sie im sowjetischen Stil des Stalinismus neu errichtet worden. Die Architektur spricht für sich (Foto: Frank Tetzel) <BR>Das Adlon entstand vor genau hundert Jahren Unter den Linden/Pariser Platz. In den letzten Kriegstagen brannte es vollständig aus. Die Fundusgruppe errichtete es bis 1998 neu. Gekrönte Häupter, Präsidenten und zahlreiche Prominente haben seit seiner Eröffnung wieder in der Präsidentensuite genächtigt. (Foto: Adlon/Kempinski)
 

Russische Botschaft

Die Botschaft der Russischen Föderation auf der südlichen Straßenseite mit der Adresse Unter den Linden 63-65 ist auffällig.

Es wurde im Stil der stalinistischen Architektur zwischen 1949 und 1951 errichtet. An dem Entwurf beteiligt sich aber auch Fritz Bornemann, der spätere Architekten der Deutschen Oper in der Bismarckstraße im Westteil der Stadt.

1970-1971 wird in deren Räumen über das Viermächteabkommen zu Westberlin verhandelt.

Das Gebäude ist übrigens dreimal so groß wie das der Botschaft vor dem Krieg. Durch das Mittelportal gelangt man zu den Festräumen, die insgesamt 1.500 Quadratmeter Grundfläche umfassen.

Von einer großen Halle führt ein Treppenhaus hinauf in die erste Etage. Von hier erreicht man die den Kuppelsaal, den Wappensaal und den Spiegelsaal, allesamt Repräsentationssäle der Botschaft. Das Parkett ist aus heller und dunkler Eiche, Ahorn und Nussbaum zusammengesetzt.

Inzwischen kann man die Räumlichkeiten auch für bestimmte nicht-diplomatische Events nutzen und mieten.

Lange Vorgeschichte


Schon seit 1837 befindet sich die russische Gesandtschaft an dieser Stelle.

Nach dem Kauf des Gebäudes durch Russland wurden 149 Fuhrwerke russischer Schwarzerde auf den Hof vor die auf dem Gelände ebenfalls erbaute Kirche gebracht.

Hotel Adlon


„Daß das neue Hotel eine außerordentliche und großartige Leistung im Hotelneubau und in der Hoteleinrichtung für eine moderne Großstadt ist, will kein Unbefugter bestreiten. Um eine solche Schöpfung zu ermöglichen, bedurfte es freilich eines solchen Bauherren, seines Zusammenwirkens mit solchen Architekten, Künstlern, Kunsthandwerkern und Technikern, wie die hier tätig gewesenen und - eines Kapitals von 15 Mill." So die Vossische Zeitung in ihrer Ausgabe am 24. Oktober 1907.

Die Rede ist von Lorenz Adlon, der mit dem gleichnamigen Hotel einen Mythos schuf.

Das Haus ist zu einem der bekanntesten und luxuriösesten Hotels der Welt geworden. Kaiser, Könige, berühmte Politiker stiegen hier ab.

Zu den Gästen zählten unter anderem

Kaiser Wilhelm II., Zar Nikolaus II., Thomas Alva Edison, Henry Ford, John D. Rockefeller, Aristide Briand, Albert Einstein, Charlie Chaplin, Pola Negri.

Zerstörung erst in letzter Minute


Das Hotel überstand das Adlon den zweiten Weltkrieg nahezu unbeschädigt. In der Nacht vom 2. auf den 3. Mai, die Russen waren schon in der Stadt, brannte das Hotel dann völlig aus.

Angeblich sollen sechs Russen in den Weinkeller eingedrungen seien, wo einer eine brennende Zigarette den Großbrand auslöste.

Wiederaufbau


Die Fundus Gruppe machte sich nach dem Fall der Mauer und der deutschen Wiedervereinigung an den Neubau des Hotels.

Die Architekten Patzschke, Klotz & Partner errichteten zwischen 1995 und 1997 keine exakte Kopie des Hauses, sondern lehnt sich in der Architektursprache an den Vorgängerbau an.

Außerdem ist das Haus zwei Stockwerke höher als der Vorgängerbau.

Am 23. August 1997, fast neunzig Jahre nach der ersten Einweihung, wurde das Hotel neu eröffnet.

Zu den prominenten Gästen gehörten seitdem unter anderem George W. Bush, Bill Clinton, Königin Elisabeth II., Michael Jackson, Justin Timberlake und viele mehr.

Das Adlon begrenzt mit seiner westlichen Front den Pariser Platz, der den Abschluss der Straße Unter den Linden bildet.

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© Golly 43/ Flickr.com

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