East-Side-Gallery

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East Side Gallery

Good By Lenin, an der East Side Gallery (Foto: Gianni D./Flickr.com)

Es gibt in Berlin zwei längere Stücke Mauer, die noch erhalten sind. Das eine Stück findet man im Berliner Bezirk Wedding, an der Bernauer Straße. Das andere im Berliner Bezirk Friedrichshain an der Spree.

Dabei ist die hier entlang führende Mauer zwar ein Teil der ehemaligen Grenzsperranlage, allerdings handelt es sich bei diesem Teilstück um eine Hinterlandmauer, die die Ostberliner daran hindern sollte, in die Nähe der Spree zu gelangen.

Sie ist rund 1.300 Meter lang und zieht sich vom Ostbahnhof bis zur Oberbaumbrücke an der Mühlenstraße entlang.

Zur East Side Gallery wurde sie deshalb, weil 1990 das Mauerstück von 118 Künstler aus aller Welt bemalt wurde und so zur größten Open-Air-Galerie der Welt wurde. Zu den bekannteren Motiven gehört der Trabi, der die Mauer durchbricht von Birgit Kinder, die ihm den Titel "Test the Best" gab. Auf vielen Berlinpostkarten findet man den "Bruderkuss" von Erich Honecker und Leonid Breschnew, den der Künstler  Dimitrij Vrubel auf den Stein brachte.

Heute steht die East Side Gallery unter Denkmalschutz, was die Investoren der O2 Arena dennoch nicht daran hinderte, im Rahmen der Errichtung der gleichnamigen Veranstaltungsarena eine vierzig Meter breite Lücke in die Galerie schlagen zu lassen und den Teil der Mauer zu versetzen.


Inzwischen hat man begonnen, einen Teil der berühmten Bilder zu restaurieren und zu konservieren, da sie jahrelang Wind und Wetter schutzlos ausgesetzt waren und auch Grafittisprayer so manches der Werke verunstaltete.

Im Mai 2005 wurde vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ein Bebauungsplan aufgestellt, der unter anderem einen Teilabbau der Mauer an der Einmündung der wieder zu erstellenden Brommystraße vorsieht. Zudem ist auf der östlichen Seite der Spree Wohnbebauung vorgesehen. Während auf der Freifläche zwischen der Spree und der Hinterlandmauer ein Uferpark entstehen soll.

Für die Wohnbebauung liegt seit 2008 eine Baugehmigung vor, so dass der Bauherr im März 2013 mit den Bauarbeiten beginnen wollte. Teiln der East Side Gallery sollten umgesetzt werden, um Platz für den Wiederaufbau der Brommybrücke zu schaffen, die die Mühlenstraße über die Spree mit Kreuzberg verbinden soll. Ebenso sollte Raum für einen Fluchtweg von dem öffentlich begehbaren Grünstreifen zwischen Spree und East Side Gallery entstehen.

Die Bauarbeiten wurden aufgrund von Protesten zunächst eingestellt.

www.berlin-magazin.info/3741/titel/die-mauer-muss-weg-oder-doch-nicht-demos-an-der-berliner-east-side-gallery.html

 

 

 

 

 

 

 

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