Sechzig Jahre. Sechzig Werke Ausstellung im Martin-Gropius-Bau | |  Nay, E.R. Stellar chromatisch, 1955, 125 x 200 cm
Öl auf Leinwand. WV-Nr. 781
Ernst Wilhelm Nay Stiftung (c) E. Nay-Scheibler
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Noch bis zum 16.Juni ist im Berliner Martin-Gropius-Bau die Ausstellung SECHZIG JAHRE. SECHZIG WERKE zu sehen. Anlass ist das Jubiläum des Inkrafttretens der Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Die Ausstellung erzählt eine andere Geschichte der Republik: die Geschichte der ästhetischen Entwicklungen in der Bildenden Kunst, ermöglicht durch die im Grundgesetz in Artikel 5, Absatz 3 garantierte Freiheit von Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre.
Die Sprecher des Kuratoriums, Walter Smerling und Peter Iden, hoben bei der Eröffnung hervor: „Die Ausstellung soll auch zum Nachdenken über das Geschaffene anregen, besonders vor dem Hintergrund der speziellen Historischen Situation der Bundesrepublik Deutschland. Heute sind wir frei und können in aller nur erdenklichen Vielfalt Kunst schaffen und präsentieren. Natürlich hat es in den Jahren von `49 – `89 auch in der DDR Kunst & Kultur gegeben. SECHZIG JAHRE. SECHZIG WERKE zeigt aber die künstlerischen Positionen, die auf der sicheren Grundlage des Grundgesetzes, nämlich der staatlich garantierten künstlerischen Freiheit, ihre Entfaltung fanden.“
Präsentiert werden sechzig herausragende Arbeiten, die das Kunstgeschehen national und international geprägt haben. Die Bandbreite der Werke reicht von Malerei und Graphik über Skulptur und Installation bis zur Fotografie. Renommierte Arbeiten wie Joseph Beuys’ mit Filz überzogener Konzertflügel „Infiltration homogène pour piano à queue“ aus der Sammlung des Centre George Pompidou, eine von Markus Lüpertz für seinen Künstlerfreund Jörg Immendorff kuratierte Zusammenstellung von Affen-Skulpturen aus dessen Serie „Malerstamm“ sowie der von Heiner Bastian kuratierte Raum von Joseph Beuys werden in der umfassenden Ausstellung zu sehen sein.
SECHZIG JAHRE. SECHZIG WERKE geht auf eine Initiative des Veranstalters Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn und Deutschlands größter Tageszeitung BILD zurück. Unterstützt wird die Ausstellung vom Innenministerium der Bundesrepublik Deutschland.
Die Ausstellungs- und Mediengestaltung bezieht den zeitgeschichtlichen Hintergrund der sechzig Jahre über die Medien Film und interaktive Tische in den historischen Kontext ihrer Entstehungszeit ein. Der WDR öffnete für diese Ausstellung sein Archiv, Dr. Heribert Schwan stellte daraus in Form von 60 Kurzfilmen eine lebendige Chronik der Zeitgeschichte von 1949 bis 2009 zusammen.
Begleitend zur Ausstellung finden verschiedene Veranstaltungen statt. Ästhetikprofessor Bazon Brock zum Beispiel bietet täglich um 15:00 Uhr seine “Besucherschule” an, mit der er das Publikum auf die anstehende Konfrontation mit der zeitgenössischen Kunst einstellt und diverse Verfahren zur kritischen Rezeption bietet. In den an drei Terminen stattfindenden “Salons” werden Experten zum Thema “Kunst & Recht”, “Kunst und Krise” und “Kunst und Zeit” diskutieren.
Die sechzig präsentierten Künstler sind Kai Althoff, Horst Antes, Stefan Balkenhol, Georg Baselitz, Willi Baumeister, Christiane Baumgartner, Bernd und Hilla Becher, Joseph Beuys, Anna und Bernhard Blume, Walter Dahn / Jiri Dokupil, Hanne Darboven, Günther Förg, Rupprecht Geiger, Isa Genzken, K.O. Götz, Bruno Goller, Gotthard Graubner, Andreas Gursky, Hans Hartung, Eberhard Havekost, Werner Heldt, Georg Herold, Gerhard Hoehme, Karl Hofer, Candida Höfer, Rebecca Horn, Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, Martin Kippenberger, Konrad Klapheck, Imi Knoebel, Norbert Kricke, Markus Lüpertz, Wolfgang Mattheuer, Jonathan Meese, Olaf Metzel, Ernst Wilhelm Nay, Carsten Nicolai, Marcel Odenbach, Albert Oehlen, Palermo, A. R. Penck, Otto Piene, Sigmar Polke, Neo Rauch, Tobias Rehberger, Daniel Richter, Gerhard Richter, Thomas Ruff, Reiner Ruthenbeck, Bernard Schultze, Emil Schumacher, Thomas Schütte, Thomas Struth, Wolfgang Tillmans, Rosemarie Trockel, Günther Uecker, Hans Uhlmann, Franz Erhard Walther, Corinne Wasmuht und WOLS.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog im Wienand Verlag, der neben den Abbildungen aller Exponate Beiträge namhafter Autoren enthält.
Martin-Gropius-Bau Niederkirchnerstraße 7, 10963 Berlin Tel +49 / (0)30 / 25486-0 Fax +49 / (0)30 / 25486-107 post[at]gropiusbau.de www.gropiusbau.de
Verkehrsanbindung U-Bahn Linie 2 (Haltestelle: Potsdamer Platz) S-Bahn Linien 1, 2, 25 (Haltestellen: Potsdamer Platz oder Anhalter Bahnhof) Busse M29 (S Anhalter Bahnhof), M41 (Abgeordnetenhaus)
Laufzeit / Öffnungszeiten 1. Mai – 14. Juni 2009 geöffnet täglich von 10-20 Uhr
Eintritt 7,- EUR / ermäßigt 5,- EUR Kombiticket mit Ausstellung „Gandhara“ 12,- EUR / ermäßigt 9,- EUR Gruppen (ab 10 Personen) 5,- EUR p.P. Schüler- und Studentengruppen (über 16 Jahre, ab 5 Personen) 3,- EUR p.P. Eintritt bis 16 Jahre frei
Besucherschule von Bazon Brock täglich 15 Uhr Die Besucherschule ist kostenlos, es muss lediglich der Eintrittspreis entrichtet werden. Die Teilnahme ist auf 30 Personen beschränkt.
Öffentliche Führungen samstags 16.00 Uhr, sonntags 16.30 Uhr, feiertags 16.00 Uhr Dauer: 60 min. 3,- EUR Führungsgebühr zzgl. 5,- EUR Eintritt
Angemeldete Führungen Dauer: 60 min. Regulär: 55,- EUR Führungsgebühr zzgl. 5,- EUR Eintritt Buchungen bei der Museumsinformation Berlin Tel. +49 / (0)30 / 24749-888, Fax +49 / (0)30 / 24749-883 museumsinformation[at]kulturprojekte-berlin.de www.kulturprojekte-berlin.de
Katalog Wienand Verlag ISBN 978-3-86832-000-8
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