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10.05.2014

Targets: Ausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin


Eine Ausstellung, die durch die Ukrainekrise eine höchst aktuelle Dimension erhalten hat, ist jetzt im Deutschen Historischen Museum angelaufen. Targets - Ziele heisst sie. Die Fotografin Herlinde Koebl dokumentierte Ziele auf internationalen Truppenübungsplätzen.

TARGETS heisst eine Ausstellung im Deutschen Historischen Museum und zeigt Ziele auf internationalen Truppenübingsplätzen. Hier ein Ziel in Südafrika (Foto: Herlinde Koelbl)

Die Fotografin Herlinde Koelbl beschäftigt sich in ihrem neuen, international angelegten Kunstprojekt TARGETS mit militärischer Ausbildung und den kulturellen Unterschieden, die sich in den jeweils landestypischen Schießzielen widerspiegeln.

Die Fotografien, die in einem Zeitraum von sechs Jahren in fast 30 Ländern entstanden, sind erstmals im Erinnerungsjahr an den Ersten Weltkrieg 2014 im Deutschen Historischen Museum noch bis zum 5. Oktober 2014 zu sehen.

Der außergewöhnliche Fokus der Arbeit liegt auf den Schießzielen, an denen Menschen zu Soldaten ausgebildet und auf den Krieg vorbereitet werden.

Sie lassen den Wandel der Feindbilder erkennbar werden. Hat der Feind ein Gesicht oder ist er abstrakt?

Herlinde Koelbl bereiste dafür Truppenübungsplätze auf allen Kontinenten, unter anderem in den USA, China, Russland, Afghanistan, Brasilien, Äthiopien, Norwegen oder der Mongolei.

Auch in Deutschland hat Herlinde Koelbl auf Truppenübungsplätzen fotografiert. (Foto: Herlinde Koelbl)

Entstanden sind  Fotografien zerfetzter menschlicher Silhouetten aus Pappe, von Schüssen durchlöcherter Plastikpuppen oder von von Patronen durchsiebter Metallplatten. Sie zeigen gleichzeitig unterschiedliche Kriegstechniken und - topografien: In von Bühnenbildner Hollywoods entworfenen Wüstenstädten trainieren amerikanische Soldaten den Häuserkampf, in surrealistischen Betonschluchten bereiten sich japanische Militärs auf Kriege an unbekannten Orten vor. Die Fotografien werden ergänzt von Video - und Soundinstallationen und Portraits von Soldaten.

Zitate aus Interviews geben einen persönlichen Einblick in die Situation der Soldaten auf den Übungsschießplätzen der Welt. Sie sind in letzter Konsequenz die Ziele in bewaffneten Konflikten. So lässt Herlinde Koelbl ohne jegliche Effekthascherei die reale Grausamkeit von Tod und Krieg in ihren Bildern spürbar werden.

TARGETS

Fotos von Herlinde Koelbl

Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

noch bis zum 5. Oktober 2014,  täglich von 10 - 18 Uhr

Eintritt: bis 18 Jahre frei 8 €, ermäßigt 4 €

 

 







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