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15.04.2014

Rosenbergs Zwischenruf: Planen ohne geplant zu haben


In Berlin wird viel und gern geplant, deswegen ist die Stadt auch so attraktiv für Touristen, Investoren, Künstler und viele andere.

Zeev Rosenbergs Zwischenruf: Mehr durchdacht planen wäre sinnvoll. (Foto: Oliver Bethke)

Die Planungen des Senats beginnen meist sehr euphorisch, doch wenn es wirklich losgehen soll, herrscht vorwiegend Stillstand. Dies lässt sich an vielen Beispielen zeigen, eines davon ist unser großer Flughafen. Es sollte ein Dreh- und Angelpunkt für Fluglinien werden, die via Berlin in die ganze Welt weiterfliegen würden. Flughäfen werden nämlich nur dann zu einer wirklichen Cashcow. 

Obwohl die Lufthansa und andere Fluglinien bereits im Vorfeld Signale gegeben haben, dass Berlin bei ihnen kein Drehkreuz werden würde, einzig arabische Fluglinien, also die direkte Konkurrenz zum Kranich, wurde weiter geplant und gebaut. Aufgrund der prognostizierten Fluggästezahlen und des rasant gestiegenen Flugverkehrs in den letzten 15 Jahren wurde schnell klar, dass der Flughafen BER eigentlich zu klein ist. Das ist seit Jahren bekannt. Egal, weiter bauen. An dieser Stelle will ich nicht über die Brandschutzanlage reden oder weitere technische Mängel.

Es tut mir nur für die Geschäftsleute leid, die bereits viel Geld investiert haben, um im BER Läden zu eröffnen. Von der Stadt kommt außer einem „Sorry - Pech gehabt…“ nichts. Dies ist auch ein Weg, das restliche Vertrauen zu verlieren.

Im Vorfeld wurde schon einmal Tempelhof geschlossen, ohne einen genauen Plan zu haben, was damit geschieht. Gestern war ich im Kino und habe einen bunten Kinospot gesehen über die Zentrale Landesbibliothek am Tempelhofer Feld, die angeblich 270 Millionen Euro kosten soll. In Berlin kann man sicherlich das Doppelte drauflegen, bis sie fertig sein wird. Zudem macht zumindest der Koalitionspartner von Wowereit und Stadtentwicklungssenator Müller schon mal leichte Absetzbewegungen, indem man dort das Projekt nicht als prioritär sieht.

Tegel soll auch geschlossen werden, einen genauen Plan für danach gibt es noch nicht, wohl aber eine Gesellschaft mit Geschäftsführer, die sich darum kümmern soll. Derweil wird darüber diskutiert, was in Tegel geschieht. Dies hätte bereits vor Jahren passieren müssen. Nur, Berlin wäre nicht Berlin, wenn nicht zu spät geplant werden würde.

Wobei wir bei meinem neuen Lieblingsthema angelangt sind. Das ICC - seit Jahren wird darüber geredet. Seit Jahren entscheidet niemand. Abriss, Renovierung, Restaurierung, doch Abriss, doch Renovierung usw.. Gibt es denn keinen im Senat, der Entscheidungen treffen kann? Also Herr Wowereit ist es wahrscheinlich nicht, sonst hätte er es bestimmt getan. Durch die Nicht-Entscheidung des Senats wurde die MICE (Messen- und Incentive) Branche erheblich verunsichert. Viele Kongressveranstalter haben gerade wegen dieser Unsicherheit keine Kongresse in Berlin gebucht. Dies zieht enorm viel nach sich, wie zum Beispiel Umsatzverluste bei Hotels, Restaurants, Geschäften und Taxifahrern, was wiederum auch geringere Einnahmen an Steuergeldern bedeutet.

Am wichtigsten ist dann natürlich das neue Stadtschloss, da waren sich alle einig, dass dieses so wichtig für die Stadt sei. Es bringe noch mehr Touristen her und sei der Umsatzbringer schlechthin. Touristen aus der ganzen Welt würden nur wegen des Schlosses nach Berlin strömen. Es sei ja so wichtig für uns. Dafür gibt es natürlich Geld aus der Politik und viele Spender. Hier wurde zu 100 Prozent aus jetziger Sicht geplant.

Vielleicht sollten wir aufhören, zu viel an Politiker zu glauben, die alles können. Unser toller Bürgermeister weiß alles, kann alles und will alles. Dass er alles will, ist wohl unbestritten, die ersten Punkte sind zu hinterfragen. An den oben genannten Beispielen wird deutlich, dass der Senat und der Bürgermeister keinen Flughafen planen können, keinen Betrieb nach der Schließung planen können - das Gleiche gilt für das ICC. Wohin das alles führt, ist noch nicht klar und sehr positiv sieht es nicht gerade aus… Vielleicht wäre es an der Zeit, lust- und erfolglose Politiker und Beamte nach Hause zu schicken und einen Neuanfang zu planen…

Soweit für Heute

Herzlichst

Zeev Rosenberg







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