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07.05.2014

IBB mit solidem Ergebnis 2013


Trotz personeller Querelen um nicht gezahlte Sozialleistungen des Vorstandsvorsitzenden: Die sonstige Arbeit der IBB kann sich jedoch sehen lassen, wie der heute veröffentlichte Bericht über das Geschäftsjahr 2013 schließen lässt.

Die IBB hat für 2013 ein solides Ergebnis vorgelegt. (Foto: Frank Tetzel/www.berlin-magazin.info)

Finanzierungszusagen in Höhe von 1.723,9 Mio. Euro hat die Investitionsbank Berlin im Geschäftsjahr 2013 ausgesprochen. Davon entfielen mit 959,9 Mio. Euro rund 56% auf die Wirtschaftsförderung und mit 764,0 Mio. Euro 44% auf den Geschäftsbereich Immobilien- und Stadtentwicklung. Dabei schlägt allein die Finanzierung der vollständigen Rekommunalisierung der Berliner Wasserbetriebe mit 590 Mio. Euro zu Buche. Aber auch ohne diese Infrastrukturfinanzierung liegt das Finanzierungsvolumen in 2013 mit 1.133,9 Mio. Euro deutlich über der Milliarden-Marke.

Das Berichtsjahr zeigte eine weitere Normalisierung am Kreditmarkt und eine aktivere Kreditvergabe der Banken, so dass im Konsortialgeschäft und bei den Globaldarlehen, über die die IBB anderen Banken Refinanzierungsmittel für Kredite an den Berliner Mittelstand bereitstellt, die Werte der Vorjahre nicht erreicht wurden.

 

Wirtschaftsförderung

Mit Finanzierungszusagen in Höhe von 344,9 Mio. Euro im Rahmen der Förderprogramme konnte nach dem krisenbedingten Rückgang in 2009 zum vierten Mal in Folge ein überdurchschnittliches Förderergebnis erzielt werden, das um 3,5% über dem Vorjahreswert von 333,2 Mio. Euro liegt. Da gleichzeitig aber die Geschäftsbanken bei der Refinanzierung ihres Mittelstandsgeschäftes weniger auf die Globaldarlehen der IBB zurückgriffen und wir hier einen Rückgang von 55 auf 25 Mio. Euro zu verzeichnen hatten, lagen die Finanzierungszusagen 2013 (ohne Sonderfinanzierungen) mit 369,9 Mio. Euro um 4,7% unter dem Vorjahreswert (388,2 Mio. Euro).

Auf Einzelprogrammebene betrachtet ergaben sich Zunahmen vor allem bei den Investitionszuschüssen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe GRW (+29,8 Mio. Euro bzw. 33,3%) und dem Pro FIT-Programm (+27,1 Mio. Euro bzw. 79%), bei dem mit Finanzierungszusagen über 61,4 Mio. Euro ein absoluter Höchstwert erreicht werden konnte. Rückgänge verzeichneten wir aus den eingangs erwähnten Gründen hauptsächlich bei den Wachstums- und Konsortialkrediten

(-38,4 Mio. Euro bzw. 29%) und den Globaldarlehen (-30 Mio. Euro bzw. 55%).

Unternehmensgründungen und deren Finanzierung gestiegen

Mit 66,5 Mio. Euro wurden im Berichtsjahr deutlich mehr Mittel als im Vorjahr (37,1 Mio. Euro) für die Finanzierung von 383 Unternehmensgründungen bzw. Jungunternehmen eingesetzt. Damit ist der Gründeranteil an den Finanzierungszusagen markant von 11% auf 19% gestiegen.

Die IBB verfügt für die Gründerförderung über ein breites Programmangebot von den Mikrokrediten über das Spezialprogramm „Berlin Start“ bis hin zur Gemeinschaftsaufgabe (GRW) und dem Pro FIT-Programm, die ebenfalls häufig für die Realisierung von Gründungsvorhaben eingesetzt werden. In Berlin wurden in den vergangenen Jahren vor allem in den Zukunftsbranchen zahlreiche neue Betriebe gegründet. Mittlerweile erfolgt fast jede dritte Betriebsgründung  in einem dieser Cluster.

 

Mehr als 20.000 Arbeitsplätz gesichert

Auf der Grundlage der Finanzierungszusagen des Berichtsjahres wurden mit Hilfe der IBB und der Beteiligung weiterer Finanzierungspartner in den unterschiedlichsten Bereichen der Berliner Wirtschaft Investitionen in einer Größenordnung von annähernd 3 Mrd. Euro mitfinanziert.

Diese - bereits um Sondereffekte wie den Rückkauf des Veolia-Anteils bereinigten - wirtschaftlich wirksamen Investitionen schaffen und sichern nach Berechnungen der IBB-Volkswirte im Jahr 2013 rund 21.800 Arbeitsplätze in Berlin. Auch wenn nicht alle Arbeitsplätze auf Dauer bestehen bleiben werden, so sorgen sie doch für eine spürbare Erhöhung der Bruttolohnsumme in Berlin um rund 760 Mio. Euro, was einem Anteil von rund 1,7% an den gesamten Bruttolöhnen entspricht.

Neben der primären Wirkung dieser Investitionen in den von der IBB geförderten Unternehmen entstehen sekundäre Umsatz- und Beschäftigungseffekte in vor- und nachgelagerten Wertschöpfungsbereichen. Die Finanzierungszusagen der IBB sowie die dadurch ausgelösten Investitionen in den Unternehmen führen zusammen mit den Sekundäreffekten zu einer Steigerung des Bruttoinlandsprodukts von insgesamt rund 4 Mrd. Euro.

Immobilien- und Stadtentwicklung

 Im Geschäftsfeld Immobilien- und Stadtentwicklung ist das Finanzierungsvolumen im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr von 915,8 Mio. Euro auf 764,0 Mio. Euro zurückgegangen (-17%). Von den 764,0 Mio. Euro entfallen knapp 80% (604,8 Mio. Euro) auf das Neugeschäft und gut 20% (159,2 Mio. Euro) auf Umfinanzierungen bestehender Engagements.

 

Der Rückgang ist vor allem auf die großteiligen Infrastrukturfinanzierungen im Programm „Berlin Infra“ zurückzuführen (-76,0 Mio. Euro), bei denen eine Kreditzusage mehr oder weniger schon erhebliche Auswirkungen auf das Programmergebnis hat. Wie in der Wirtschaftsförderung liefen auch im Immobilienbereich das Konsortialgeschäft (-9,0 Mio. Euro) und die Globaldarlehen (-25,0 Mio. Euro) schwächer als im Vorjahr. Einen Rückgang haben wir bei „IBB Energetische Gebäudesanierung“ zu verbuchen, wo wir nach einem deutlichen Anstieg in 2012 im Berichtsjahr mit 54,7 Mio. Euro wieder auf das Niveau der davor liegenden Jahre zurückgefallen sind, wozu eine Umorientierung vieler Investoren auf Neubaumaßnahmen beigetragen haben dürfte.

Unter dem Strich haben die Programme für die Sanierung, Modernisierung und den Wohnungsneubau aber einen Anstieg um 17% von 112,6 auf 131,7 Mio. Euro zu verzeichnen. Den größten Zuwachs zeigte mit 41,6 Mio. Euro das Programm IBB Wohnraum Modernisieren, das an Stelle eines früheren KfW-Produktes trat, und sich damit als sehr marktgerecht erweist. Sehr erfreulich ist auch die Zunahme der Finanzierungszusagen für den energieeffizienten Neubau (KfW Energieeffizient Bauen) um 23,8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr.

 

Ergebnisrechnung und Jahresüberschuss

 

Mit 68,0 Mio. Euro lag das wirtschaftliche Ergebnis der IBB im Berichtsjahr um 4,3 Mio. Euro bzw. 6,0% unter dem Vorjahreswert (72,3 Mio. Euro). Ursächlich dafür ist in erster Linie ein um 6,1 Mio. Euro reduzierter Zinsüberschuss, der wesentlich zu dem Ertragsrückgang in Höhe von 13,3 Mio. Euro beitrug. Im Zuge der SEPA-Umstellung moderat gestiegene Verwaltungsaufwendungen (+1,5 Mio. Euro) konnten auf der Aufwandsseite durch eine geringere Risikovorsorge überkompensiert werden (-8,1 Mio. Euro), die durch eine verbesserte Kreditnehmerstruktur ermöglicht wurde.

Vom wirtschaftlichen Ergebnis in Höhe von 68,0 Mio. Euro haben wir auch im Berichtsjahr wieder einen sog. Berlin-Beitrag zur Unterstützung der Förderpolitik des Landes in Höhe von 31,1 Mio. Euro (-1,7 Mio. Euro) zur Verfügung gestellt. Über diesen leistet die IBB regelmäßig eigene Finanzierungsbeiträge zur finanziellen Ausgestaltung von Förderprogrammen und zur Unterstützung von Institutionen der Berliner Wirtschaftsförderung. Nach Abzug des Berlin-Beitrags vom wirtschaftlichen Ergebnis verblieb ein Jahresüberschuss in Höhe von 36,9 Mio. Euro, der als Bilanzgewinn ausgewiesen wird.

 

Ausblick 2014

Generelle Einschätzung

Mit einem Wachstum von preisbereinigt 1,2% ist die Wirtschaft im Land Berlin in 2013 wieder stärker gewachsen als in jedem anderen Bundesland (Bund:+0,4%). Und auch in das Jahr 2014 ist die Berliner Wirtschaft wieder unter positiven Vorzeichen gestartet. So hat der Beschäftigungsaufbau bereits im Januar wieder Fahrt aufgenommen, und der Zuwachs gegenüber dem Vorjahresniveau beträgt 27.000 Beschäftigte. Die deutsche Hauptstadt ist von einer stark dienstleistungsorientierten Wirtschaft geprägt, weshalb der Berliner Arbeitsmarkt auch im weiteren Jahresverlauf wieder von dem expandierenden Dienstleistungsbereich profitieren wird. Aktuell sorgt vor allem die Auftragsentwicklung in den Unternehmen für gute Stimmung.

Aber auch die Berliner Baukonjunktur wird 2014 einen Stabilitätsanker bilden. Vor diesem Hintergrund hat die IBB ihre Wachstumsprognose 2014 für Berlin von 2,0 auf 2,2% angehoben.

Wir erwarten unter diesen Rahmenbedingungen zunehmende Investitionen der Berliner Unternehmen, zumal die Finanzierungsbedingungen gut bleiben und sich die Ertragslage im weiteren Jahresverlauf noch verbessern dürfte. Auch der private Verbrauch sollte vor dem Hintergrund steigender Tariflöhne und einer niedrigen Inflationsrate (ca. 1,4% im Jahresdurchschnitt) zulegen, zumal auch mit einem Anstieg der Erwerbstätigkeit um 2,3% auf 1,8 Mio. Erwerbstätige im Jahresverlauf zu rechnen ist.

 

Als Risikofaktoren bleiben allerdings die Ukraine-Krise und die anhaltende wirtschaftliche Schwäche der Schwellenländer sowie die nach wie vor fragile Situation im Euroraum.

Wirtschaftsförderung

Die gute Stimmung und Auftragslage in der Berliner Wirtschaft spiegeln sich aktuell auch in der hohen Nachfrage bei den IBB-Programmen zum 1. Quartal 2014 wider, wo wir mit Finanzierungszusagen über 87,8 Mio. Euro um ein Drittel über dem Vergleichswert des Vorjahres (ohne Globaldarlehen) liegen. Insbesondere das IBB-Wachstumsprogramm und erneut die Technologieförderung im

Pro FIT-Programm liegen dabei deutlich über Plan. Beim GRW-Programm hält die große Nachfrage des Vorjahres, die zum Teil auf das Auslaufen der bisherigen Förderung zur Jahresmitte 2014 zurückzuführen ist, unvermindert an. Hier liegen wir derzeit deutlich über den Vorjahreswerten. Wie sich der Programmverlauf in der zweiten Jahreshälfte mit dem Start der neuen EFRE-Periode entwickelt, bleibt angesichts dieser Vorzieheffekte aber abzuwarten.

Immobilienförderung

 

Beim Neugeschäft in der Immobilienförderung liegen wir mit Finanzierungszusagen über 81,3 Mio. Euro per Ende März 2014 exakt auf Vorjahresniveau (81,4 Mio. Euro), wobei das Vorjahresergebnis aber bereits ein Globaldarlehen über 25 Mio. Euro beinhaltete. Dieses herausgerechnet befinden wir uns auch in der Immobilienförderung deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres, wofür in erster Linie die große Nachfrage nach Förderergänzungsdarlehen verantwortlich ist.

Aber auch die Förderangebote für die Sanierung, die Modernisierung und den Wohnungsneubau liegen unter dem Strich mit Finanzierungszusagen über 7,6 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresvergleichswert (4,4 Mio. Euro). Hier rangieren insbesondere die Zusagen im Programm „IBB Energetische Gebäudesanierung“ mit 4,9 Mio. Euro wieder deutlich über dem Vorjahreswert (1,6 Mio. Euro). Allerdings rechnen wir im weiteren Jahresverlauf mit leicht rückläufigen Zusage-Volumina bei Global- und Konsortialdarlehen.

 

Ab Mai 2014 reichen wir aus einem Fonds mit einem Volumen von 320 Mio. Euro wieder zinsfreie Darlehen für die soziale Wohnungsneubauförderung aus. Wir gehen davon aus, nach einer gewissen Anlaufphase den Bau von jährlich ca. 1.000 Wohnungen mit einem Gesamtkreditvolumen von 64 Mio. Euro unterstützen zu können. Die geförderten - über einen Zeitraum von 20 Jahren miet- und belegungsgebundenen Wohneinheiten - sollen im Rahmen größerer teilweise freifinanzierter Bauvorhaben entstehen und dort auf einem Anteil von bis zu einem Drittel der gesamten Neubauwohnungen kommen. Das Programm ist auf 5 Jahre angelegt.







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