Die meisten Passanten wussten wahrscheinlich nicht, was Ihnen passierte, als etwa 40 bis 50 junge Leute Fahnenschwingend und mit Musikunterstützung den Tauentziehn herunterzogen.
 |   Die Hedonistische Internationale demonstierte heute spontan auf dem Tauentziehn © Frank Tetzel
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(FTE)An der einen oder anderen Filiale hielten sie an, betraten diese, tanzten ein wenig zur mitgenommenen Musikunterstützung und zogen dann zum nächsten Store.
Die Aktion, so einer der Polizeibeamten vor Ort, war nicht angemeldet und die Ordnungshüter waren extrem irritiert, wussten sie doch nichts mit dieser Protestform anzufangen. Der Berichterstatter wurde harsch von einer Beamtin fortgewiesen, schliesslich gehe es ihn gar nichts an, was die jungen Menschen da so treiben würden.
Die Hedonistische Internationale gehört zu einem Netzwerk aktionsorientierter linker Gruppen und Einzelpersonen. "Für den WeltfriedenW würde man demonstrieren, ein heres Ziel, dem sich auch der Berichterstatter inhaltlich voll anschließen konnte.
Die hedonistsiche Internationale besteht seit etwa zwei Jahren und hat bisher etea 30 Sektionen in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz. In den Aktionen des Netzwerkes wird Freude am Protest betont.
Spektakulär war beispielsweise die Besetzung des Berliner Fernsehturms im Jahre 2006 sowie Aktionen gegen Heiligendamm oder die Eröffnung von Filialisten in der deutschen Hauptstadt.
Inwieweit diese moderne Protestform gegen die Konsumwelt Früchte tragen wird bleibt abzuwarten. Die Protestform hat etwas Sympathisches und Spontanes, Überraschendes, aber wenig Politisches - jedenfalls ergab sich aus den Gesprächen mit der Teilnehmern weniges, was auf einen tatsächlichen theoretisch begründeten Hintergrund hinwies.
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